Rezension | Szczepan Twardoch – Der Boxer

»Was willst du denn eigentlich?«
Er hörte auf zu lachen. Schwieg einen Augenblick.
»Ich will König dieser Stadt sein«, antwortete er langsam und überlegt, sprach jedes einzelne Wort sorgfältig aus. »Und ich werde König dieser Stadt sein.« – S. 66

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Rezension | A.K. Amherst – Belfast Central

»Ich bin aus der Firma meiner Familie ausgestiegen, weil ich Gewalt verabscheue. Weil  ich diesen ganzen Hass, der um uns herrscht, nicht auch noch mit Waffen unterstützen wollte. Und jetzt … jetzt bin ich zu jemandem geworden, der ich nie sein wollte.«
»Und das wäre?«, fragt Elaine.
»Ein Mörder« – S. 424

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Rezension | Claudia & Nadja Beinert – Revolution im Herzen

Revolution im Herzen – Die heimliche Liebe des Karl Marx | Claudia & Nadja Beinert | April 2018 | Knaur Verlag | 480 Seiten »Während einer Revolution öffnen sich die Menschen. Mir war, als ob selbst die steifsten, hochnäsigsten Menschen ihre Masken ablegen und ihre Hoffnungen ungeniert mit anderen teilen würden. Sie waren bereit, alles…

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Rezension | Tom Saller – Wenn Martha tanzt

»Wie Kuchenteig, der beim Plätzchenbacken durch die Mühle gedreht wird, quillt Musik aus dem Haus. Durch jede Öffnung quetschen sich bunte Kringel, Schlangen, Stäbchen. Martha lacht.« – S. 27

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Rezension | Tracy Chevalier – Der Ruf der Bäume

Der Ruf der Bäume | Tracy Chevalier | aus dem Amerikanischen von Juliane Gräbener-Müller | Januar 2017 | Albrecht Knaus Verlag | 320 Seiten   »Die Bibel hat mir nie besonders viel Trost gebracht«, sagte Molly jetzt, »aber ich verstehe. dass diese Bäume es tun könnten. Sie sind jetzt schon viel, viel länger da als…

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Rezension | Elena Ferrante – Die Geschichte der getrennten Wege

»Ich hatte mich ihr zugerechnet, und ich fühlte mich verstümmelt, sobald ich mich ihr entzog. Nicht ein Einfall ohne Lila. Nicht ein Gedanke, auf den ich ohne den Rückhalt ihrer Gedanken vertraute. Nicht ein Bild. Ich musste mich ausserhalb von ihr akzeptieren.«
– aus „Die Geschichte der getrennten Wege“ S.360-361 

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Rezension | Kent Haruf – Lied der Weite

»Bobby schaute aus dem Fenster. Er sagte: Vielleicht wollte keiner den anderen verlassen.
Guthrie warf ihm einen Blick zu. Schon möglich, sagte er. Vielleicht ist es so gewesen, mein Sohn.« – Lied der Weite, S. 91

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Rezension | Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon

»Wann war jemand er selbst? Wenn er so war wie immer? So, wie er sich selbst sah? Oder so, wie er war, wenn die glühende Lava der Gedanken und Gefühle alle Lügen, Masken und Selbsttäuschungen unter sich begrub? Oft waren es die anderen, die beklagten, dass jemand nicht mehr er selbst sei. Vielleicht hiess es dann in Wirklichkeit: Er ist nicht mehr so, wie wir ihn gerne hätten?« (S.467)

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