Rezension | Der englische Liebhaber – oder wenn Erwartungen unerfüllt bleiben

»Heute weiss ich auch, dass wir Frauen nie mehr diejenigen geworden sind, die wir vor dem Krieg waren. Frauen, die sich wochenlang mit Schwielen an den Händen, Blasen an den Füssen und steifen Gelenken einen Weg durch den Schutt freigeschaufelt hatten, die sich Lumpen statt Monatsbinden in den Schlüpfer stopfen mussten – solche Frauen lassen sich nicht mehr bevormunden. Es gibt eine Redensart: Der Krieg stärkt die Nylonstrümpfe und die Frauen. Und sollten wir dir am Ende noch danken, Adolf, du Hurensohn?« – S. 136

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Rezension | Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt – oder wenn sich das eigene Leben zu wiederholen scheint

»Ich war plötzlich unsäglich wütend auf ihn, ich war nahe daran, ihn ins Gesicht zu schlagen. Er bildete sich ein, mit einer kurzen Internetsuche mein ganzes Leben auslöschen zu können, als existiere nur, was Spuren im Netz hinterliess.« – S.101

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Rezension | Alex Capus – Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

»Oppenheimer zuckte mit den Schultern. Wenn die Bombe möglich ist, wird jemand sie bauen.
Wahrscheinlich.
Ganz sicher.
Fragt sich nur, wer.
Jemand der’s kann, sagte Oppenheimer. So viele sind’s nicht. Wir oder die andern, nicht wahr?«
– aus „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ S.215

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Rezension | Joël Dicker – Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

»Nach den Menschen kommen andere Menschen. Nach den Büchern kommen andere Bücher. Nach dem Ruhm kommt anderer Ruhm. Nach dem Geld kommt anderes Geld. Aber nach der Liebe, Marcus, nach der Liebe bleibt nur das Salz der Tränen.« (Seite 559)

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Rezension | Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon

»Wann war jemand er selbst? Wenn er so war wie immer? So, wie er sich selbst sah? Oder so, wie er war, wenn die glühende Lava der Gedanken und Gefühle alle Lügen, Masken und Selbsttäuschungen unter sich begrub? Oft waren es die anderen, die beklagten, dass jemand nicht mehr er selbst sei. Vielleicht hiess es dann in Wirklichkeit: Er ist nicht mehr so, wie wir ihn gerne hätten?« (S.467)

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Quicktipp | grad zwei auf einen Streich

»Er dachte nur, weil wir beide Kreuzworträtseln, gehören wir irgendwie auch zusammen, und da wir beide Single sind, sei die Gelegenheit günstig. Aber so läuft es nun mal nicht. Schmetterlinge im Bauch bekommt man nicht, weil man auch nachvollziehbaren Gründen zusammenpasst und man gerade zur gleichen Zeit am gleichem Ort ist.« (S. 181)

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