Rezension | Elena Ferrante – Die Geschichte der getrennten Wege

»Ich hatte mich ihr zugerechnet, und ich fühlte mich verstümmelt, sobald ich mich ihr entzog. Nicht ein Einfall ohne Lila. Nicht ein Gedanke, auf den ich ohne den Rückhalt ihrer Gedanken vertraute. Nicht ein Bild. Ich musste mich ausserhalb von ihr akzeptieren.«
– aus „Die Geschichte der getrennten Wege“ S.360-361 

Weiterlesen
Advertisements

Rezension | Alex Capus – Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

»Oppenheimer zuckte mit den Schultern. Wenn die Bombe möglich ist, wird jemand sie bauen.
Wahrscheinlich.
Ganz sicher.
Fragt sich nur, wer.
Jemand der’s kann, sagte Oppenheimer. So viele sind’s nicht. Wir oder die andern, nicht wahr?«
– aus „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ S.215

Weiterlesen

Rezension | Kent Haruf – Lied der Weite

»Bobby schaute aus dem Fenster. Er sagte: Vielleicht wollte keiner den anderen verlassen.
Guthrie warf ihm einen Blick zu. Schon möglich, sagte er. Vielleicht ist es so gewesen, mein Sohn.« – Lied der Weite, S. 91

Weiterlesen

Rezension | Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon

»Wann war jemand er selbst? Wenn er so war wie immer? So, wie er sich selbst sah? Oder so, wie er war, wenn die glühende Lava der Gedanken und Gefühle alle Lügen, Masken und Selbsttäuschungen unter sich begrub? Oft waren es die anderen, die beklagten, dass jemand nicht mehr er selbst sei. Vielleicht hiess es dann in Wirklichkeit: Er ist nicht mehr so, wie wir ihn gerne hätten?« (S.467)

Weiterlesen

Rezension | Toril Brekke – Die Frauen vom Fjord

»Sanna lebte in ihrer eigenen Welt. Sie lebte in ihren Romanen. Sie lebte in der biblischen Geschichte. Sie sprach in Gedanken mit den Personen, über die sie las. Sie hörte nicht, wie das Kindermädchen im Nebenzimmer schimpfte. Sie hörte kaum, wie der Mann seine Nachkommen züchtigte.
Später im Winter bekam sie noch einen Sohn.« (S. 346)

Weiterlesen

Rezension | Federica de Cesco – Die Traumjägerin

»Wir waren Jäger der Träume, verstört und aufgeregt, weil die vergangenen Leben, die in uns pochten, so mächtig waren. Weil die Stimmen von fern her kamen und wir sie zunehmend deutlicher hörten.« (S. 216)

Weiterlesen

Rezension | John le Carré – Das Vermächtnis der Spione

»Wenn ich eine Mission gehabt habe […], dann bestand sie in Europa. Wenn ich herzlos war, dann für Europa. Wenn ich ein unerreichbares Ziel hatte, dann Europa aus dem Dunkel in ein neues Zeitalter der Vernunft zu führen. Das Ziel habe ich heute noch.« (S. 314)

Weiterlesen

Rezension | Arja Lobsiger – Jonas bleibt

»Froh war Alice, dass sie dem Fluss endlich entfliehen konnte. Dem Wasser, das so unschuldig zwischen den Brückenpfeilern hindurchströmte. […] Niemand schien zu bemerken, dass dieser Fluss ein Mörder war. Hinterlistig hatte er das Kind verschluckt. Das Maul kaschiert mit einer Eisdecke.« (S. 31)

Weiterlesen