Rezension | Elena Ferrante – Die Geschichte der getrennten Wege

»Ich hatte mich ihr zugerechnet, und ich fühlte mich verstümmelt, sobald ich mich ihr entzog. Nicht ein Einfall ohne Lila. Nicht ein Gedanke, auf den ich ohne den Rückhalt ihrer Gedanken vertraute. Nicht ein Bild. Ich musste mich ausserhalb von ihr akzeptieren.«
– aus „Die Geschichte der getrennten Wege“ S.360-361 

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Rezension | Alex Capus – Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

»Oppenheimer zuckte mit den Schultern. Wenn die Bombe möglich ist, wird jemand sie bauen.
Wahrscheinlich.
Ganz sicher.
Fragt sich nur, wer.
Jemand der’s kann, sagte Oppenheimer. So viele sind’s nicht. Wir oder die andern, nicht wahr?«
– aus „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ S.215

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Rezension | Kent Haruf – Lied der Weite

»Bobby schaute aus dem Fenster. Er sagte: Vielleicht wollte keiner den anderen verlassen.
Guthrie warf ihm einen Blick zu. Schon möglich, sagte er. Vielleicht ist es so gewesen, mein Sohn.« – Lied der Weite, S. 91

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Rezension | Catharina Junk – Auf Null

»Du spinnst wirklich«, wiederholt mein Vater noch einmal und boxt mich etwas unbeholfen gegen den Oberarm. Das ist eine bedeutungsvolle Geste, wenn man bedenkt, dass mein Vater mich seit der Diagnose gar nicht mehr berührt hat, damit nichts kaputt geht. (S.16)

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Rezension | Joël Dicker – Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

»Nach den Menschen kommen andere Menschen. Nach den Büchern kommen andere Bücher. Nach dem Ruhm kommt anderer Ruhm. Nach dem Geld kommt anderes Geld. Aber nach der Liebe, Marcus, nach der Liebe bleibt nur das Salz der Tränen.« (Seite 559)

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Rezension | Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon

»Wann war jemand er selbst? Wenn er so war wie immer? So, wie er sich selbst sah? Oder so, wie er war, wenn die glühende Lava der Gedanken und Gefühle alle Lügen, Masken und Selbsttäuschungen unter sich begrub? Oft waren es die anderen, die beklagten, dass jemand nicht mehr er selbst sei. Vielleicht hiess es dann in Wirklichkeit: Er ist nicht mehr so, wie wir ihn gerne hätten?« (S.467)

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Rezension | Toril Brekke – Die Frauen vom Fjord

»Sanna lebte in ihrer eigenen Welt. Sie lebte in ihren Romanen. Sie lebte in der biblischen Geschichte. Sie sprach in Gedanken mit den Personen, über die sie las. Sie hörte nicht, wie das Kindermädchen im Nebenzimmer schimpfte. Sie hörte kaum, wie der Mann seine Nachkommen züchtigte.
Später im Winter bekam sie noch einen Sohn.« (S. 346)

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Rezension | Federica de Cesco – Die Traumjägerin

»Wir waren Jäger der Träume, verstört und aufgeregt, weil die vergangenen Leben, die in uns pochten, so mächtig waren. Weil die Stimmen von fern her kamen und wir sie zunehmend deutlicher hörten.« (S. 216)

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