Rezension | Der Blumensammler – David Whitehouse

»An den folgenden Tagen durchsuchten sie die restlichen Felswände und fanden nichts. Hens war sich sicher, dass die gibraltarische Lichtnelke ausgestorben war. Peter wusste, dass sie es nicht war. Sie hatten beide ihre eigene Erinnerung. Sie hatten beide ihre eigene Wahrheit.«

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Rezension | Ein wenig Leben – oder wenn dich ein Buch an deine Grenzen bringt

»Aber in einem Punkt hatte sie recht gehabt: Es wurde tatsächlich immer schwieriger und schwieriger. Er gab sich tatsächlich selbst die Schuld. Und obwohl er Tag für Tag versuchte, sich auf das Versprechen zu besinnen, das er ihr gegeben hatte, rückte es Tag für Tag weiter in die Ferne, was schliesslich nur noch eine Erinnerung, sie wie  sie nur noch eine Erinnerung war, eine geliebte Figur aus einem Buch, das er vor langer Zeit gelesen hatte.«

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Rezension | Der englische Liebhaber – oder wenn Erwartungen unerfüllt bleiben

»Heute weiss ich auch, dass wir Frauen nie mehr diejenigen geworden sind, die wir vor dem Krieg waren. Frauen, die sich wochenlang mit Schwielen an den Händen, Blasen an den Füssen und steifen Gelenken einen Weg durch den Schutt freigeschaufelt hatten, die sich Lumpen statt Monatsbinden in den Schlüpfer stopfen mussten – solche Frauen lassen sich nicht mehr bevormunden. Es gibt eine Redensart: Der Krieg stärkt die Nylonstrümpfe und die Frauen. Und sollten wir dir am Ende noch danken, Adolf, du Hurensohn?« – S. 136

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Rezension | Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt – oder wenn sich das eigene Leben zu wiederholen scheint

»Ich war plötzlich unsäglich wütend auf ihn, ich war nahe daran, ihn ins Gesicht zu schlagen. Er bildete sich ein, mit einer kurzen Internetsuche mein ganzes Leben auslöschen zu können, als existiere nur, was Spuren im Netz hinterliess.« – S.101

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Rezension | Szczepan Twardoch – Der Boxer

»Was willst du denn eigentlich?«
Er hörte auf zu lachen. Schwieg einen Augenblick.
»Ich will König dieser Stadt sein«, antwortete er langsam und überlegt, sprach jedes einzelne Wort sorgfältig aus. »Und ich werde König dieser Stadt sein.« – S. 66

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Rezension | A.K. Amherst – Belfast Central

»Ich bin aus der Firma meiner Familie ausgestiegen, weil ich Gewalt verabscheue. Weil  ich diesen ganzen Hass, der um uns herrscht, nicht auch noch mit Waffen unterstützen wollte. Und jetzt … jetzt bin ich zu jemandem geworden, der ich nie sein wollte.«
»Und das wäre?«, fragt Elaine.
»Ein Mörder« – S. 424

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Rezension | Claudia & Nadja Beinert – Revolution im Herzen

»Während einer Revolution öffnen sich die Menschen. Mir war, als ob selbst die steifsten, hochnäsigsten Menschen ihre Masken ablegen und ihre Hoffnungen ungeniert mit anderen teilen würden. Sie waren bereit, alles zu geben, sie waren sogar bereit zu sterben.« – S. 188

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