Leckeres | Ananas-Passionsfrucht Konfitüre

Mit Schrecken habe ich letzte Woche festgestellt, dass ich ein wesentliches Standbein meines Blogs arg vernachlässigt habe. Schon lange ging nichts Leckeres mehr online. Also habe ich etwas in der Rezeptschublade gewühlt und dabei fiel mir das Rezept meiner Lieblingskonfi in die Hände. Das wollte ich eigentlich schon lange mal verbloggen, also los geht’s!

Seit beinahe vier Jahren schon koche ich meine Konfitüre nun selbst. Angefangen hat alles im Oktober oder November 2014 nach unserer Hochzeitsreise durch Kenia und Tansania. Die letzten Tage verbrachten wir nämlich in einem Resort in Nungwi auf Sansibar, um uns von den „Strapazen“ des Campings in der Masai Mara und der Serengeti zu erholen. Während diesen letzten Tagen gab es jeden Morgen leckere Früchte zu essen. Besonders angetan hatten es mir die frischen Ananas.
Um dieses tropische Feeling etwas nach Hause zu holen, habe ich mich dann entschieden, eine leckere Konfitüre mit Ananas und Passionsfrüchten zu kochen. Und die Konfi wurde so lecker und fand so regen Anklang, dass ich seither immer mal wieder (also wenn der Vorrat zur Neige geht) Früchte zu Brotaufstrich verarbeite. Mittlerweile kaufe ich schon gar keine Konfitüre mehr im Supermarkt, weil die mir nicht mehr schmeckt.

Aber kommen wir zum Rezept. Konfitüre kochen ist grundsätzlich ganz einfach. Alles was man braucht sind Früchte und Zucker, es muss nicht einmal zwingend Gelierzucker sein. Allerdings verkürzt sich mit demselbigen die Einkochzeit. Konfitüre_2

1 Stück Ananas
4 Stück Passionsfrüchte
1 Stück Zitrone
Gelierzucker, je nach Gewicht der Früchte, im Verhältnis 1:1
Komische Mengenangaben, nicht? Ich habe euch diesmal einfach das Verhältnis angegeben 1:4. Auf eine Ananas kommen vier Passionsfrüchte, zwei Ananas, acht Passionsfrüchte und so weiter. Das gleiche gilt für die Zitrone.

Zur Vorbereitung spült ihr die leeren Konfitürengläser mit kochendem Wasser aus. Ihr könnt sie auch etwas in heisses Wasser legen, damit sie beim Einfüllen auch noch schön heiss sind.
Dann beginnt ihr die Ananas zu rüsten, entfernt den Strunk, dieses holzige Teil in der Mitte der Frucht. Am einfachsten geht dies übrigens mit einem speziellen Werkzeug dazu, das etwas aus schaut wie ein überdimensionaler Korkenzieher. Habt ihr das nicht zur Hand, dann viertelt ihr die Ananas einfach und schneidet den Strunk so heraus. Achtet auch darauf, dass ihr die braunen Augen an der Aussenseite vollständig entfernt. Dann schneidet ihr die Ananas in Stücke. Je kleiner ihr die schneidet, desto feiner in der Konsistenz wird die fertige Konfi. An diesem Punkt könnt ihr die Ananas auch mit dem Pürierstab etwas pürieren, wenn ihr so gut wie keine Stücke wollt.
Die Passionsfrüchte werden halbiert und das Fruchtfleisch mit einem Löffel ausgekratzt und zur gerüsteten Ananas gegeben.
Nun kommt der wichtige Teil, jetzt müsst ihr nämlich die Masse wiegen. Habt ihr 1 Kilo gerüstete Früchte, so braucht ihr auch 1 Kilo Gelierzucker. Das Verhältnis ist 1:1.
Nun presst ihr noch den Saft der Zitrone aus und gebt alles zusammen, die Früchte, den Gelierzucker und den Zitronensaft in eine grosse Pfanne.

Unter Rühren wird die Masse langsam aufgekocht. Sobald es sprudelt stellt ihr euch einen Wecker für 4 Minuten, in denen die Fruchtmasse so sprudelnd weiter kochen muss.
Danach füllt ihr die heisse Konfi in die vorbereiteten Gläser und verschliesst diese gut. Am besten klappt das übrigens, wenn ihr einen Teil der Fruchtmasse in einen vorgewärmten Glaskrug gebt und sie so dann in die einzelnen Gläser giesst. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn Zucker wird sehr sehr heiss, was zu bösen Verbrennungen führen kann. Ich spreche da aus Erfahrung. Leider.
Zum Auskühlen stellt ihr sie am besten auf den Kopf, damit sich auch ein Vakuum bildet. Und fertig ist die ganze Geschichte.

En Guete!

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

7 Kommentare zu „Leckeres | Ananas-Passionsfrucht Konfitüre

  1. Hey Daniela,

    ich liieeebe selbstgemachte Marmelade bzw. Konfitüre. Wir kaufen selbst auch nie welche, es sei denn wir befinden uns im Urlaub und habe keine dabei. ;-) Selbstgemacht schmeckt einfach am besten! Dieses Rezept klingt super gut und wird direkt an alle Produzenten in meiner Familie weitergereicht. :-D Ich muss dennoch nochmal nachfragen. Sind es jetzt 4 Zitronen oder eine? Sorry aber es ist für mich nicht eindeutig. >.<

    Liebste Grüße
    Ella

    Gefällt 1 Person

    1. Oh, eine gleich Gesinnte! :) Du musst mir dann unbedingt sagen, wie dir die Konfi schmeckt.
      Es ist 1 Teil Ananas, 1Teil Zitrone und 4 Teile Passionsfrüchte. Wenn du also zwei Ananas nimmst, brauchst du auch den Saft von zwei Zitronen und natürlich acht Passionsfrüchte. Also eigentlich gleich viel Zitrone wie Ananas. Ich hoffe, das hilft dir weiter.
      Hab einen tollen Sonntag ;)

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Daniele,
    ich bin durch das Litnetzwerk auf Deinen Blog gestoßen und da ich ja auch sehr gerne in der Küche rumwerkle, hat mich dieses Rezept ja nahezu angesprungen und landet sogleich auf meiner Liste für „Must-Cook“.
    Ich werde mich jetzt wohl noch durch so manche Leckerei bei Dir stöbern.

    Liebe Grüße aus Wien
    Conny

    Gefällt 1 Person

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