Unterwegs | am Ufer des Obersees

Dieses Wochenende lädt förmlich dazu ein, Zeit draussen an der Sonne zu verbringen und so möchte ich euch den kleinen Ausflug an den oberen Zürichsee nicht vorenthalten. Wer mir auf Instagram folgt, der dürfte gestern in den Stories schon das ein oder andere Schnipsel davon aufgeschnappt haben.

Wir zogen also am Samstag voller Tatendrang los in Richtung Schloss Grynau und Linthkanal. Dort schlagen wir übrigens auch ab und an an heissen Sommertagen unsere Sonnenschirme und Standtücher auf, um uns im kalten Wasser des Kanals so richtig zu erfrischen.

Vom Landgasthof aus führt ein schmaler Pfad im Wald am Linthkanal entlang. Es ist wichtig, dass ihr dem Pfad im Wald folgt, da ihr sonst einfach auf dem Damm des Kanals spaziert, der in den Zürichsee mündet. Das ist sicherlich auch ein schöner Spaziergang, allerdings nicht das was wir wollen. Sollte euch dies passieren, so bleibt nichts anderes, als umzukehren und den ganzen Weg wieder zurück zu gehen.
Riet_2Unser Weg führt uns also durch den Wald und durch das Riet, die Bäzimatte, zum Zürichsee. Und nach dem Riet beginnt das eigentliche Abenteuer, wir betreten nämlich ein Naturreservat. An dieser Stelle möchte ich auch kurz anfügen, dass wir zwar einem Weg gefolgt sind, dieser aber nicht als offizieller Wanderweg markiert wurde. Dies mag unter anderem damit zusammenhängen, das wir uns in einem Naturreservat bewegt haben, sicher aber noch viel mehr mit den zwei Steinbrüchen (wovon einer nach wie vor in Betrieb ist), die wir durchqueren mussten.
Unser weg führte uns also über Stock und Stein durch den Wald. Die Herbsttürme von letztem Jahr haben deutlich ihre Spuren hinterlassen. So entdeckten wir doch alle paar Meter einen umgestürzten Baum, manches mal lagen diese gar quer über den Weg, so dass wir entweder einen Umweg gehen oder darüber klettern mussten. Wir entdeckten auch immer wieder alte, überwucherte Bunker des Schweizer Militärs im Wald. Wer sich für die Geschichte dieser Relikte interessiert, dem sei an dieser Stelle eine Führung der Stiftung Schwyzer Festungswerke empfohlen. Das „Schwyz“ bezieht sich hier übrigens auf den Kanton Schwyz und nicht die Schweiz als gesamtes, obwohl solche Bunker und Reduits im ganzen Land verteilt sind.

Der Weg führte uns wirklich direkt am Ufer des oberen Zürichsees, auch Obersee genannt, entlang und so boten sich immer wieder tolle Ausblicke auf das kühle Nass und die gegenüberliegende Seeseite. Wir entdeckten auch einige Feuerstellen und Picknickplätze. Dafür, dass dieser Weg nicht als offizieller Wanderweg markiert ist, ist er dennoch ganz gut bestückt diesbezüglich.

Vor dem durchqueren des neuen Steinbruchs warnt noch einmal eine Tafel vor dessen betreten, was uns doch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bescherte. Allerdings war am Wochenende nicht wirklich etwas los im Steinbruch und den Fahrradspuren nach zu urteilen, waren wir auch nicht die ersten, die sich über das Gelände wagten. Nach dem Steinbruch folgten wir dann der Asphaltierten Strasse nach Nuolen. Von dort ging es für uns dann über den Hügel nach Wangen im Kantonschwyz, wo uns das Postauto zurück zum Schloss Grynau brachte. Dort angekommen setzten wir uns noch etwas an die Linth und genossen für einmal ein Sonnenbad. Knappe 8°C Wassertemperatur sind dann doch noch etwas frisch, wobei das auch die ganz Mutigen nicht abhalten konnte.

 

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