Rückblick – Ausblick | Der März, der kleine Bruder des April

Im Moment sitze ich auf dem Sofa und gucke zum Fenster raus. Ein kräftiger Wind bläst dicke, schwarze Wolken vor die Sonne und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis der nächste Regenschauer hernieder prasselt. Der noch junge April macht seinem Namen alle Ehre und präsentiert sich in seinem wechselhaften Kleid. Allerdings erging es dem März auch nicht wirklich besser, war von frühlingshaften 20°C bis hin zu Schneefall alles an Wetterkapriolen mit dabei.Darum lassen wir das Wetter am besten Wetter sein und werfen lieber einen Blick zurück auf meine Lektüre im März.

Lesemonat

Gelesen

Im März habe ich nicht sonderlich viel gelesen. Wobei, diese Aussage stimmt so auch nicht ganz. Lese ich doch zur Zeit grad an zwei über 1000 Seiten starken Schmökern und da komme ich halt nicht ganz so zügig vorwärts. Oder anders gesagt, das schnelle Leseerfolgserlebnis zwischendurch fehlte diesen Monat ein wenig.
GelesenBeendet habe ich diesen Monat nämlich genau zwei Bücher, wobei eines davon richtig gut war.
Und zwar war dies Wenn Martha tanzt von Tom Saller. Die Geschichte um Martha, die ihren ganz eigenen Weg geht in einer Zeit, in der dies absolut aussergewöhnlich war, fasziniert durch eine beinahe tänzerisch anmutende Sprache und durch die selbstbewusste Protagonistin und ihre aussergewöhnlichen Begabungen. Ich habe die Geschichte gerade zu inhaliert und aufgesogen und kann sie nur jedem ans Herz legen.
Einen gelungene Jugendroman hat Katharina Sommer abgeliefert. Der Da Vinci Fluch liest sich locker und leicht und bietet für einen verregneten Sonntagnachmittag genau die richtige, leichte Unterhaltung. Ein grosses Manko für mich waren allerdings die Beschreibungen der Zeitreisen und die Darstellung des 16. Jahrhunderts, was für mich wenig glaubhaft und durchdacht wirkte. Für ein jüngeres Publikum mag es vielleicht genügen, ich habe aber ganz klar mehr erwartet.
Ja, und das wars dann auch schon mit meinen gelesenen Büchern im März.

Aktuelle Lektüre

Wie gesagt, lese ich aktuell grad zwei über 1000 Seiten starke Schmöker, dementsprechend wenig hat sich auch an meiner aktuellen Lektüre geändert. Nach wie vor auf dem Stapel liegen Bis ich dich finde von John Irving, Mein Recht zu rocken von R.T. Fazio und Der Distelfink von Donna Tartt. Bei letzterem läuft allerdings am Dienstag die Leihfrist von der Bibliothek ab und online ist keine erneute Verlängerung mehr möglich. Da werde ich wohl nächste Woche mal persönlich vorbei gehen und fragen müssen, ob da noch etwas zu machen ist. Es wäre ja schade, wenn ich das Buch jetzt, wo ich grad so mitten drin bin, zurück geben müsste…
Mein Recht zu rocken kommt auch so langsam etwas in Fahrt, allerdings werden wir wohl keine dicken Freunde, zu sperrig und verschachtelt ist der Schreibstil. Vieles muss ich zweimal lesen um den Sinn zu verstehen. Da möchte irgendwie einfach kein Lesefluss aufkommen. Wirklich Schade, denn die Lebensgeschichte von Rosario ist geprägt von emotionalen Höhen und Tiefen, von Fremdenfeindlichkeit, Drogen, der Liebe zu Heavy Metal und einem tiefen Glauben. Also eigentlich durchaus Stoff für spannende Lesestunden…

Aktuelle_Lektuere

Neuzugänge

Ein bisschen Zuwachs für meinen Bücherstapel gab es auch im März. Durch den Literatur Club von SRF bin ich auf die Bücher Von dieser Welt von James Baldwin und Der Boxer von Szczepan Twardoch aufmerksam geworden. Die Diskussion über eben jene Bücher entwickelte sich sehr hitzig und gegensätzlich, so dass ich noch um einiges gespannter bin auf die Lektüre der Bücher.

Und sonst so?

Der März war ein sehr arbeitsreicher Monat für mich. Ein Grossteil der Bewohner und Fachpersonen der Wohngruppe waren zusammen in den Gruppenferien und so blieben nur noch ein kleiner Teil zu Hause zurück. Wir machten es uns dann aber doch auch etwas gemütlich, bestellten Pizzas und genossen die Ruhe auf den WG’s. Und die Vorfreude auf die eigenen Gruppenferien im Juni ist durch diverse Gespräche und die mitgebrachten Fotos der Urlauber auch noch einmal angestiegen. Am liebsten wären wir auch grad verreist.
Der März war sonst eher ruhig für mich, abgesehen von einem kleinen (riesengrossen) Highlight zu Beginn des Monats. Wer mir auf Instagram folgt, dem dürfte es nicht entgangen sein, zusammen mit meiner Kollegin war ich am Kelly Family Konzert im Hallenstadion in Zürich. Als Teenie war ich ein riesengrosser Fan, konnte (oder durfte) aber nie ein Konzert dieser singenden Grossfamilie besuchen. Tja, und was man als 12-jährige nicht darf, das wird halt mit knackigen 30 nachgeholt! Ich fühlte mich für einen Abend wieder wie ein Teenager und tanzte und sang zu den Songs meiner Idole mit. Ein unvergessliches Erlebnis!
Mich würde jetzt ja mal brennend interessieren für welche Band oder welchen Künstler ihr in euren Teeniejahren geschwärmt habt. Last mir doch einen Kommentar da., ich bin gespannt.

Monatsziele

  • Der Distelfink in der Bibliothek verlängern (hoffentlich)
  • In meiner aktuellen Lektüre voran kommen
  • Den Frühling noch etwas in die Wohnung holen (ich habe doch tatsächlich noch einen Schneestern am Fenster entdeckt)
  • Die erste Seeumrundung für dieses Jahr schaffen
  • am Writing Friday teilnehmen
  • lesen, lesen, lesen

Neuzugänge

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

3 Kommentare zu „Rückblick – Ausblick | Der März, der kleine Bruder des April

  1. Hey!
    Ich kann sehr gut verstehen, wenn man bei so 1000 Seiten Schinken das Gefühl hat, dass man kaum voran kommt. :-D So würde es mir auch gehen.
    Verreisen wäre jetzt wirklich toll. Aber immerhin scheint die Sonne endlich mal länger als versehentlich 3 Minuten.
    Ich merke, wie das meinen Akku auflädt und ich wieder mehr Bock habe irgendwas zu machen.
    Das mit dem Konzert freut mich wahnsinnig doll für dich!
    Früher wäre ich gerne auf ein Limp Bizkit oder Linkin Park Konzert gegangen, letzteres wird es ja nun eher nicht mehr geben..
    Aber ich höre auch heute noch am liebsten die alten Sachen von früher.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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