Rückblick | Brrr, war das kalt!

Heute ist seit langem wieder einmal ein sehr produktiver Tag. Ich habe das Balkonbeet vom ganzen Winterunrat befreit und neu bepflanzt. Die Geranien durften auch aus dem Keller ans Licht, wenn auch noch nicht an die frische Luft. Und die Wohnung wurde auch noch auf Vordermann gebracht. Es scheint, als kämen mit den wärmenden Sonnenstrahlen auch meine Lebensgeister aus dem Winterschlaf zurück. Und so nutze ich diesen Flow doch noch etwas und blicke auf den Monat Februar zurück.

Lesemonat

Gelesen

Als Lesemonat kann ich mich über den Februar nun wirklich nicht beklagen. Ich habe vielleicht nicht unbedingt jene Bücher gelesen, die ich mir auch vorgenommen habe, aber ich habe gelesen und das ist ja die Hauptsache.
Lesemonat_1Wenn ich richtig gezählt habe, dann sind es vier Bücher geworden im Februar und dafür, dass dieser Monat ja ein paar Tage weniger hat, finde ich das ganz beachtlich.
Nun, als erstes beendet hatte ich Die Geschichte der getrennten Wege von Elena Ferrante. Der dritte Teil der neapolitanischen Saga wurde überraschend politisch, obwohl das ja eigentlich nicht verwundern sollte, befinden wir uns mit Lila und Elena nun in den 60er und 70er Jahren und da passierte politisch ja so einiges. Allerdings hatte die Geschichte für mich auch ein paar Längen und es dauerte einen Moment, bis das gewohnte Ferrante Fever sich einstellte. Dennoch bin ich nun bestens gerüstet für den finalen Band der Tetralogie.
Dann habe ich im Februar auch Mondtochter von Lia Haycraft gelesen, eine Fantasy Geschichte über Arantai, Geschöpfe des Mondes. Leider wurde bei dieser Geschichte ganz viel Potential verschenkt. Vor allem gegen Schluss ging einfach alles viel zu schnell, wichtige Details wurden weggelassen, so dass die Zusammenhänge im Dunkeln blieben. Schade.
Ebenfalls im Februar gelesen habe ich Der Ruf der Bäume von Tracy Chevalier.Besonders begeistern konnten mich die unterschiedlichen historischen Persönlichkeiten, die Tracy Chevalier geschickt in ihre Geschichte eingearbeitet hat. Aber auch die unterschiedlichen Erzählmittel machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem.
Als letztes Buch für den Februar habe ich Der Da Vinci Fluch von Katharina Sommer gelesen. Die Rezension dazu folgt noch in den nächsten Tagen, allerdings konnte es mich nicht ganz so aus dem Socken hauen, wie gedacht. In der Geschichte geht es um Hexen, verlorene Magie und um Zeitreise. An und für sich eine spannende Kombi, aber grad das Thema Zeitreise finde ich extrem heikel und leider ist es in diesem Buch nicht ganz so überzeugend gemacht. Aber dazu später mehr.

Aktuelle Lektüre

Aktuell konnte ich mich wieder einmal nicht entscheiden, welches Buch denn nun zuerst gelesen werden soll. Darum lese ich auch grad vier an der Zahl, aber das ist ja nichts Neues bei mir :)Lesemonat_3
Natürlich bin ich nach wie vor mit Bis ich dich finde beschäftigt. Das habe ich ja damals im Januar im Hinblick auf die Must-Read Blogtour zu lesen begonnen und dann nicht ganz so vorwärts gekommen, wie gewünscht. Oder besser gesagt, andere Bücher kamen immer wieder dazwischen. Darum bin ich nach wie vor darin am schmökern, wenn auch nicht mehr ganz so intensiv wie noch vor ein paar Tagen.
Dafür lese ich jetzt grad ziemlich zügig Wenn Martha tanzt von Tom Saller. Eine Geschichte über eine unabhängige junge Frau zur Zeit der beiden Weltkriege. Am Donnerstag habe ich die Lektüre begonnen und ich werde wohl noch dieses Wochenende fertig damit. Es liest sich unglaublich gut und zügig weg.
Ebenfalls sehr zügig liest sich Der Distelfink von Donna Tartt auch wenn ich da den Schreib- und Erzählstil sehr gewöhnungsbedürftig finde. Der ist noch ausschweifender als jener von Irving und irgendwie auch sehr künstlerisch. Ich weiss noch nicht recht, was ich davon halten soll, gut und zügig lesen lässt er sich jedenfalls.
Ganz anders ist da die Sprache in Mein Recht zu rocken von R.T. Fazio. Dieser autobiographische Roman über eine Jugend als italienisches Arbeiterkind in der Schweiz kommt sprachlich echt schwerfällig daher und wirkt so leider staubtrocken. Thematisch wäre die Geschichte zwar spannend, aber der Schreibstil macht nicht so wirklich Lust, es zu lesen…

Neuzugänge

Ok. Jetzt habe ich grad bemerkt, dass ich ein paar meiner Neuzugänge gar nicht auf dem Foto drauf habe. Tant pis! Eigentlich habe ich alle Bücher auch bereits in den vorangegangenen Abschnitten erwähnt. Neu eingezogen sind neben Wenn Martha tanzt auch Mondtochter, Der Da Vinci Fluch und Mein Recht zu rocken. Der Distelfink habe ich mir Anfang des Monats aus der Bibliothek mitgenommen. Mittlerweile habe ich die Leihfrist bereits verlängert, da ich diesen Schinken nicht in zwei Tagen durchlesen kann.
Und dann haben mich auch noch Linus von Buzzaldrin’s Bücher und Jule von Jule’s Leseecke angefixt mit den Büchern von Rebecca Solnit, so dass ich mir mal eines besorgen musste. Und als ich meiner Kollegin erzählte, ich hätte mir Wenn Männer mir die Welt erklären geholt, erzählte sie mir grad ein super Beispiel dafür. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Im Februar war sie nämlich mit ihrer Familie und ihrem Partner in Florida im Urlaub und unter anderem haben sie auch einen Angelausflug gemacht. Für sie war es nicht das erste Mal und so erklärte sie ihrem Partner, wie man eine Angel richtig auswirft. Zum fischen liess sie ihn dann alleine und als sie nach einer Weile selbst mit einer Angel in der Hand zu ihm zurück kehrt, erklärt er ihr doch tatsächlich, wie man eine Angel auswirft. Tja nun…

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Und sonst so?

Brrr, war das kalt im Februar! Ich hatte das Gefühl, ich war bei uns in der Wohnung nur noch mit den Wollsocken und -pullis unterwegs und auch die Heizung wurde beständig immer weiter rauf gedreht. Abgesehen davon lag ich auch einmal mit Halsschmerzen und Fieber im Bett und war dauernd erkältet. Auch jetzt kämpfe ich nach wie vor mit einem trockenen Husten. Doof!
Aufgrund der Kälte geriet aber auch das Bauprojekt mit unserer Wohnung etwas ins Stocken. Sobald die Temperaturen unter einen gewissen Wert sinken, kann nicht mehr betoniert werden. Das war in den letzten Februarwochen der Fall und so verzögerte sich die Zahlungsfrist noch einmal. Inzwischen sollten sie aber wieder etwas voran gekommen sein. Jedenfalls erhielten wir einen Brief, in welchem Geschäft wir die Bodenbeläge aussuchen gehen können. Das wird nun interessant.

Im Februar litt ich zudem unter einer Schreiblockade und hangelte mich quasi von einem Beitrag zum nächsten. Dementsprechend selten kam auch etwas. Im Moment scheint es Schreibtechnisch wieder etwas besser zu gehen und ich hoffe, ich kann wieder einige Beiträge vorplanen, so dass ich weniger unter Druck gerate.

Monatsziele

  • Die Rezension zu Der Da Vinci Fluch schreiben
  • Wenn Martha tanzt und Der Distelfink zu ende lesen
  • meine Geranien hegen und pflegen und aus dem Winterschlaf erwecken
  • das Balkonbeet noch etwas mit Frühlingsblumen bestücken
  • die erste Seeumrundung für dieses Jahr schaffen
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