Quicktipp | Lia Haycraft – Mondtochter

Mondtochter – Die Nacht der Elemente | Lia Haycraft | Bookshouse Verlag | November 2014 | 267 Seiten

 

»Mum schwor auf Yoga, um sich zu beruhigen. Vielleicht sollte sie auch endlich damit anfangen. Welche Übungen machte Mum immer? Kopfstand. Das passte. Ihre Welt stand Kopf, warum sollte Lucija das nicht auch tun?«
– aus „Mondtochter – Nacht der Elemente“, S.95

Kurz zum Inhalt

Als sich Lucija in den mystischen Sander verliebt, vertraut er ihr ein Geheimnis an: Sie ist eine Mondtochter. Und schon bald, in der Nacht der Elemente wird sie sich verwandeln und zu einem Arantai werden, einem Geschöpf der Nacht.
Bei dieser Verwandlung möchte ihr Sander beistehen, doch seine Vergangenheit holt ihn ein. Die Schwester seiner ehemaligen Geliebten taucht auf und will Rache für den Tod ihrer Schwester. Umbra kriegt Lucija noch vor ihrer Verwandlung in die Fänge und versucht sie mit miesen Tricks auf ihre Seite zu ziehen. Sie will Sanders Herz brechen, so wie einst ihres zerbrach.

Wie war es denn nun?

Mondtochter ist der Auftakt zur vierteiligen Reihe Nacht der Elemente von Lia Haycraft, auch wenn die Bücher durch wechselnde Protagonisten unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich habe mir jedenfalls einen tollen Einstieg in die Welt der Arantai erhofft und wurde leider etwas enttäuscht.

Bis etwa 100, 150 Seiten vor Schluss sah es noch ganz gut aus für Lucija und Sander. Die ersten paar Kapitel und Sätze zogen mich gerade zu in die Geschichte, die Atmosphäre war wunderbar mystisch und die beiden Protagonisten Lucija und Sander wurden ausführlich eingeführt. Überhaupt gefiel mir die Idee um die Welt der Arantai, ihre Verwandlung und die Elemente wunderbar und die Autorin Lia Haycraft verstand es auch richtig gut, die Hintergründe und Zusammenhänge zu erläutern. Die Geschichte war auf gutem Wege, wenn auch an manchen Stellen etwas flach und vorhersehbar, doch leider nahm sie irgendwo eine total falsche Abzweigung.
Gegen Ende hin wurde nämlich die Handlung immer rasanter, was an und für sich ja nicht schlecht ist. Leider fiel aber auch so einiges unter den Tisch, vor allem was die Zusammenhänge und Hintergründe betraf. Die Ereignisse folgten Schlag auf Schlag, es wurden Tage übersprungen und die Handlung flog von einem Ort zum anderen. Es war wirklich schwierig da den Überblick zu behalten und dem Geschehen zu folgen. Ideen und Gedanken werden angeschnitten, aber nicht zu Ende geführt. Ganze Personengruppen, z.B. die Machthungrigen werden kurz für ein, zwei Szenen eingeführt und dann wieder fallen gelassen. Manche Handlungsstränge wurden meinem Eindruck nach auch gar nicht mehr aufgelöst und da die einzelnen Bände ja in sich geschlossen sind, glaube ich auch nicht, dass da noch etwas kommen wird. Es war wirklich kein Lesegenuss mehr auf diesen letzten Seiten. Strandlektüre

Insgesamt lässt sich wohl sagen, dass Mondtochter ganz viel Potential für eine aussergewöhnliche Geschichte bietet, dieses aber irgendwo mittendrin voll und ganz verschenkt hat. Bis etwa zur Hälfte schafft es die Autorin wunderbar, die Charaktere und Zusammenhänge darzustellen und ihr Schreibstil überzeugt. Leider verschenkt sie die gute Ausgangslage durch das zusammengestauchte Ende komplett und so konnte mich die Geschichte nicht vom Hocker hauen.

Weitere Meinungen

»Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Liebe, Freundschaft, Action und ein wenig Trauer. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen. Es wird nie langweilig und es fällt einem auch sehr schwer das Buch beiseite zu legen.« – Büchermonde

»Insgesamt ist „Mondtochter“ ein schönes Buch mit tollen Ideen und sehr interessanten magischen Wesen. Die Handlung ist relativ vorhersehbar, hält aber an der ein oder anderen Stelle noch ein paar kleine Überraschungen für den Leser bereit.« – Reading a little Dream

»Mondtochter hat ein wirklich schönes Konzept mit netten Hauptcharakteren und einem sehr angenehmen Schreibstil der Autorin. Leider sind mir viele Charaktere aber zu flach beschrieben und die Story zum Ende hin zu komprimiert.« – Bücherschmöker


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine ehrliche Meinung wurde davon nicht beeinflusst. Die Rechte am gezeigten Cover sowie den zitierten Textstellen liegen beim genannten Verlag.

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

3 Kommentare zu „Quicktipp | Lia Haycraft – Mondtochter

  1. Liebe Nela,
    eine wirklich tolle und ehrliche Rezension!
    Ich hatte schon mehrfach das Gefühl, dass manche Autoren zum Ende hin den Überblick oder die Lust verlieren, oder vielleicht vorgegebene Zeiten und Seitenzahlen haben, sodass die Geschichten nicht rund wirken.
    Eigentlich total schade, vor allem bei so einem Start.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu Nicci,
      ich weiss auch nicht, woran das liegt, aber ich fand es auch total Schade, weil die Idee wirklich gut war und da einiges an Potential vorhanden gewesen wäre. Eventuell ist dies bei den Nachfolgebänden auch besser, aber irgendwie ist mir doch etwas die Lust darauf vergangen.
      Grüessli, Nela

      Gefällt 1 Person

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