Blogtour | Ein Jahr Kopfkino – Lesevergnügen in Spielfilmlänge [Werbung]

Ich bin ganz stolz, darf ich Teil der wunderbaren Aktion 1 Jahr Kopfkino sein und euch sowohl den Verlag mit seinem Konzept und ein Werk aus dem Programm vorstellen. Das ganze Jahr hindurch werdet ihr immer wieder auf verschiedenen Blogs Artikel und Buchvorstellungen finden. Diese Beiträge werde ich euch auch verlinken, so dass ihr etwas stöbern gehen könnt.

Der Kopfkino Verlag – Lesevergnügen in Spielfilmlänge

Der kleine Verlag mit Sitz in Deutschland hat sich ein ganz besonderes Konzept zugelegt. Der Kopfkino Verlag ist spezialisiert auf Kurzromane und Novellen in Spielfilmlänge, die sich hervorragend eignen für die Fahrt im Zug, die Wartezeit beim Zahnarzt oder den Nachmittag im Freibad und in ein bis zwei Stunden durch gelesen sind. Die berührenden und spannenden Kurzromane eignen sich auch ganz toll dazu, sich gegenseitig vorzulesen und den Fernseher ausgeschaltet zu lassen. Denn schliesslich entführen diese Bücher in das beste Kino überhaupt, ins Kopfkino.
Alle Bücher aus dem Kopfkino Verlag sind als eBook und als Hörbuch erhältlich und die meisten auch als Taschenbuch. Mehrteilige Geschichten sind zudem als Sammelband erhältlich. Für einen Kleinverlag finde ich das ein richtig tolles und vielfältiges Angebot, denn die Bücher bewegen sich nicht nur in einem Genre, sondern für jeden Geschmack gibt es etwas im Verlagsprogramm. Und auch wenn ich persönlich nicht so eine Hörbuch Hörerin bin, so glaube ich, dass sich diese kurzen Romane und Novellen perfekt für Autofahrten von ein bis zwei Stunden länge eignen. Nicht zu lange, aber auch nicht zu kurz.

Na? Seid ihr neugierig geworden auf die Geschichten aus dem Kopfkino Verlag? Dann schauen wir uns doch diese etwas genauer an. Hier findet ihr die Links zu den Artikeln bei den anderen Teilnehmern und natürlich im Anschluss meine Rezension zu Thomas Dellebusch’s Buch Das Testament.

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Thomas Dellenbusch – Das Testament

Der Brief entglitt ihrer Hand. Er schwebte mit zwei sanften Schwüngen durch die Luft und legte sich auf die Steinfliesen.
»…in einem anderen Leben« – Das Testament, S.67

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Das Testament | Thomas Dellenbusch | April 2014 |Kopfkino Verlag | 74 Seiten

Inhaltlich geht es in diesem Kurzroman um Martha Vadeva. Die 62-jährige Witwe führt ein ruhiges Leben in Rom und besitzt eine eigene Boutique. Als sie eines Tages einen Brief einer schwedischen Anwaltskanzlei in der Post hat, der ihr ein grosses Erbe verspricht, denkt sie zuerst an eine neue Abzockmethode irgendwelcher Betrüger und ignoriert das Schreiben. Doch die Anwaltskanzlei lässt nicht locker und so lässt sie sich schliesslich zu einem Treffen überreden. Bei diesem Treffen wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie längst hinter sich glaubte…

Leider muss ich es grad vorweg nehmen, dass das Konzept, dass ich zu Beginn so angepriesen habe und in meinen Augen auch wirklich einmalig ist, für mich bei dieser Geschichte nicht funktioniert hat. Denn irgendwie wollte kein rechtes Lesevergnügen aufkommen bei mir.
Da Das Testament recht kurz ist (nur ca. 74 Seiten) wird man grad mitten ins Geschehen geworfen. Als Beginn muss ich jedoch sagen, finde ich das auch nicht schlecht, da man so direkt bei der Stange gehalten wird. Allerdings geht die Handlung dann Schlag auf Schlag und es bleibt nicht wirklich Zeit, den Figuren Tiefe zu geben, oder den Plot glaubhaft auf- und auszubauen. In dieser Beziehung habe ich persönlich wohl viel zu viel erwartet, da ich das Konzept eines Kurzromans, der in ein bis zwei Stunden gelesen ist, absolut grossartig fand.
Allerdings habe ich jetzt nach der Lektüre gemerkt, dass dies wohl nichts für mich ist und ich dann lieber Kurzgeschichten lese, wo der Plot und der Höhepunkt ganz anders aufgebaut und gesetzt wird. In knapp 74 Seiten lässt sich nun mal nur schwer eine überzeugende Geschichte mit allem drum und dran erzählen. Das ganze Büchlein wirkte auf mich nicht rund und irgendwie unfertig. Immerzu hatte ich das Gefühl, ich hätte etwas überlesen.
Leider konnte mich auch der Schreibstil nicht wirklich von sich einnehmen. Auch wenn Thomas Dellenbusch die erste grosse Liebe von Martha und deren tragisches Ende einigermassen einfühlsam zu beschreiben versucht, so kommen diese Gefühle nicht wirklich bei mir als Leserin an. Vieles wirkte auf mich gekünstelt und geziert und einfach nur übertrieben. An anderen Stellen wirkt der Schreibstil dann wieder arg abgehackt und kurz angebunden. So zum Beispiel bei den Stellen, die diese Mystery-Elemente beinhalten sollen. Diese werden nämlich sehr kurz abgehandelt und können leicht überlesen werden. So erging es mir zumindest bei der ersten Lektüre. Ja, ich habe das Büchlein tatsächlich zweimal gelesen, um auch ja sicher zu gehen, dass ich nichts verpasst oder überlesen hatte.Geschmacksache

Tja, was lässt sich daraus für ein Schluss ziehen? Auch wenn das Konzept noch so erfrischend und anders und neu ist und auch wenn es mich in seinen Grundzügen begeistern konnte, so haperte es dann leider doch an der Umsetzung. Innerhalb von knapp 74 Seiten ist es schwierig eine glaubhafte und gut ausgebaute Geschichte zu erzählen, wo die Tiefe der Figuren, die Plotentwicklung und auch das Ende einigermassen zufriedenstellend sind. Vielleicht müsste ich es ein nächstes Mal mit einem der Sammelbände und mehrteiligen Geschichten versuchen? Vielleicht habe ich da mehr Glück…

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Meinen herzlichen Dank gilt dem KopfKino Verlag sowie dem Spread and read Bloggerteam. Meine ehrliche Meinung wurde von diesem Umstand nicht beeinflusst.
Folgenden Link kennzeichne ich als Werbung: – Kopfkino Verlag

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