[Montagsfrage]: #34 – Buch oder Film?

Guten Montagmorgen allerseits!

Ich bin heute schon ganz schön früh wach, da der Backofenmonteur noch vorbeikommt, irgendwann zwischen 8 und 10 Uhr. Na toll! Das heisst, um 7 Uhr aus den Federn, damit ich auch geduscht und angezogen bin, wenn er denn kommt. Aber das ist schon ok so, schliesslich möchte ich ja wieder einen funktionierenden Backofen für meine Kuchen und Wähen.
Das gibt mir allerdings auch grad schön viel Zeit, die Montagsfrage vom Buchfresserchen zu beantworten. Svenja möchte heute nämlich wissen:

Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Ich finde diese Frage ganz schön knifflig, denn ich kann sie nicht ganz so eindeutig beantworten. Ich finde, es gibt sowohl sehr gelungene, als auch sehr missratene Buchverfilmungen, sowie es auch Bücher gibt, die ich erst lesen konnte, nachdem ich die Filme gesehen hatte. Und natürlich gibt es auch Filme, wo ich unbedingt zuerst das Buch lesen wollte und danach den Film gar nicht mehr so unbedingt sehen musste.
Sehr gelungene Buchverfilmungen finde ich beispielsweise Das Parfüm – Die Geschichte eines Mörders oder auch die Herr der Ringe Verfilmungen und Der Vorleser. Besonders Herr der Ringe, da mich diese Filme an die Bücher heran geführt hatten. Lange Zeit stand nämlich die Trilogie bei mir im Regal, aber ich bin nie über die ersten 50 Seiten heraus gekommen mit lesen. Zu fantastisch waren mir die Orte und Wesen in dieser Welt, so dass gar kein richtiges Kopfkino entstehen konnte. Erst durch die Filme formten sich dann Bilder im Kopf und ich konnte das gelesene für mich visualisieren. Manchmal brauche ich das.
Und manchmal auch nicht. Das Parfüm hatte ich bestimmt schon drei, vier mal gelesen, als der Film dann in die Kinos kam. Und natürlich liess ich mir das nicht entgehen. Ich war sogar richtig gespannt, wie die unsichtbare Welt der Düfte auf die Leinwand gebracht werden würde. Und ich wurde nicht enttäuscht, der Film zählt zu meinen all time favourites.

Etwas anders lag es mit Me Before You von Jojo Moyes. Als ich die Filmvorschau am TV gesehen habe, erinnerte ich mich daran, dass dieses Buch ja noch auf meinem eReader schlummert. Und so wurde es kurzerhand hervor gekramt und verschlungen. Allerdings war danach die Lust auf den Film irgendwie gegessen.
Manchmal animieren mich Filme aber auch dazu, die Buchvorlage zu lesen. So geschehen bei den Twilight Büchern. Hätte ich den Film nicht im TV geguckt, dann wäre ich nie auf die Idee gekommen, die Bücher zu lesen.

Und natürlich gib es auch Buchverfilmungen, die ich nicht wirklich gelungen finde, oder die der Vorlage nicht gerecht werden. Die Verfilmungen zu Der Hobbit zum Beispiel oder der dritte Teil von Harry Potter. Beim Hobbit stört mich vor allem, dass dieses kleine Büchlein zu drei (!) Filmen aufgebauscht wurde. Meiner Meinung nach wäre dies absolut nicht nötig gewesen. Es nahm der ganzen Geschichte irgendwie ihren Schwung.
Und beim dritten Teil von Harry Potter hätte ich wahrscheinlich ohne die Buchvorlage nur Bahnhof verstanden. So erging es jedenfalls meinem Patenonkel mit dem ich damals den Film im Kino angeschaut habe.

Ihr seht, ich kann diese Frage nur schwer beantworten, weil bei mir irgendwie jeder einzelne Fall möglich und auch schon so geschehen ist. Ganz ehrlich, manchmal werde ich auch erst durch den Abspann im Film darauf aufmerksam, dass es ja eine Buchvorlage dazu gibt.
Ich möchte mich also abschliessend gar nicht fest legen. Mal lese ich das Buch zuerst, mal kommt zuerst der Film dran. Manchmal lese ich nur das Buch oder schaue auch nur den Film. Es kommt immer auf den Einzelfall und meine Laune an.

Wie ist das bei euch? Gehört ihr zu den Menschen, die zwingend zuerst das Buch lesen müssen, bevor sie sich den Film anschauen? Oder seid ihr da eher flexibel?

PS.: Der Backofenmonteur war in der Zwischenzeit übrigens da. Meine Oberhitze funktioniert wieder. Juhui!

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

12 Kommentare zu „[Montagsfrage]: #34 – Buch oder Film?

  1. Hey Nela,

    als ich hörte, dass „Der Hobbit“ als Dreiteiler in die Kinos kommen sollte, war ich regelrecht entsetzt. Das Buch ist erstens ein Kinderbuch und verfügt zweitens je nach Ausgabe über etwa 350 Seiten (+/- 50). Ich finde es unverschämt, daraus drei Filme zu produzieren, nur, um haufenweise Kohle zu scheffeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tolkien das gewollt hätte. Der rotiert sicher immer noch in seinem Grab. Konsequenz: ich habe mir die Filme nicht angesehen und werde es auch nie.
    „Das Parfüm“ fand ich auch großartig umgesetzt, eine tolle Verfilmung!

    Generell bin ich eher der Typ dafür, erst das Buch zu lesen und dann den Film zu schauen. Das liegt einfach daran, dass ich beim Lesen nicht von der Fantasie eines anderen Menschen beeinflusst sein möchte. 🙂

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Elli,
      Ich musste sie mir halt doch anschauen. Irgendwie dachte ich mir, dass Peter Jackson die ja nicht ganz verhunzen kann. Aber er konnte halt doch…
      Manchmal bin ich ganz froh um ein bisschen Visualisierungshilfe, grad bei Fantasygeschichten. Da streikt mein Kopfkino gelegentlich. 🙂
      Grüessli, Nela

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  2. Ich bin ein Fan der Variante zuerst das Buch, dann der Film.
    Wenn ich erst nach dem Film entdecke, dass er auf einem Buch basiert, lese ich es dann oft gar nicht mehr. Denn die Bilder aus dem Film vermischen sich dann mit der Vorstellung, die ich beim Lesen habe (Personen und Örtlichkeiten werden doch oft anders beschrieben als sie im Film sind) und das stört mich. Umgekehrt sitzt der Lese-Eindruck so fest, weil das Kopfkino offensichtlich den stärkeren Eindruck hinterlässt, dass mich hinterher Abweichungen beim Film nicht so stören.

    Allerdings bin ich mit „zuerst Buch dann Film“ beim Herrn der Ringe grandios gescheitert. Ich habe den Hobbit ggelesen und das erste Herr der Ringe Buch, dann habe ich aufgegeben, weil mir alles zu langatmig und ausführlich war und mich Tolkiens Welt nicht packen konnte. Ich wollte mehr Action und weniger Beschreibungen. Doch die Filme haben mich mit der grandiosen Geschichte wieder versöhnt – allerdings haben sie mir auch keine große Lust darauf gemacht, den Büchern noch eine Chance zu geben.

    Und Deine Meinung zum Hobbit teile ich absolut. Da wurde jede Menge aus Tolkiens Welt mit in die Filme hineingepackt, die mit dem Hobbit an sich gar nichts zu tun haben. Denn das Buch ist eigentlich eher kurz und genau richtig so wie es ist, ohne künstliche Aufblähungen.

    LG Gabi

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    1. Hallo Gabi,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Ich glaube einfach, dass es so viele Bücher gibt, die verfilmt wurden, dass ich gar nicht alle Bücher lesen kann, bevor ich mir den Film anschaue. Und manchmal weiss ich auch gar nicht, dass es dazu ein Buch gibt. Ich sehr das also nicht so eng, kann deinen Standpunkt aber voll und ganz nachvollziehen.
      Grüessli, Nela

      Gefällt 1 Person

  3. DAS PARFÜM ist meiner Meinung nach auch eine gute Verfilmung. Die HdR-Filme dagegen sind zwar eine schlechte Umsetzung der Bücher (was ich persönlich sehr begrüße) , für sich gesehen sind es gute Filme. Dass man dann aus dem Hobbit auch eine Trilogie machen musste erschließt sich mir nicht wirklich.
    So im Großen und Ganzen sehe ich es wie du. Es gibt gute und schlechte Verfilmungen. Man kann auch aus schlechten Büchern gute Filme machen und umgekehrt (was häufiger der Fall ist).
    Aber ich finde inzwischen dass es keine Rolle spielt, ob man zuerst das Buch gelesen oder den Film gesehen hat, sofern man keine1zu1-Umsetzung erwartet. Die bekommt man in den seltensten Fällen.

    Liebe Grüße
    Martin

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    1. Hallo Martin
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ja, das stimmt. Es kommt nicht darauf an, wie gut oder schlecht das Buch ist. Der Film dazu ist dann eh nochmals eine Geschichte für sich. Und überhaupt ist das ganze ja extremst Geschmacksache. Einen Film, den ich super genial finde, findest du vielleicht den letzten Dreck. Und genauso geht es ja auch mit Büchern. 🙂
      Grüessli, Nela

      Gefällt mir

    1. Carrie und Misery haben mir gefallen, auch HAVEN und UNDER THE DOME find eich klasse, obwohl ich die Vorlagen nicht kenne. Die meisten King-Verfilmungen sind aber wirklich Schrott. Ich habe allerdings nach DOLORES auch aufgehört King zu lesen…irgendwie hat er es nicht mehr geschafft mich zu fesseln. Ich würde mir aber vermutlich keine Kinofassung seiner Bücher/Kurzgeschichten ansehen, egal ob ich die Vorlage kenne oder nicht.

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      1. So ähnlich erging es mir auch. Wobei, ich liebe seine mehrteilige Fantasy Saga „Der dunkle Turm“ mit dem letzten Revolvermann.

        Gerade wo ich diese Zeilen schrieb, dachte ich, googelst mal danach… und was lese ich: die Romanverfilmung kommt jetzt tatsächlich ab 10.08. in die Kinos!! Was für ein Zufall!😃👍🏻
        Ein Anlass die Bücherreihe noch einmal zu lesen! (Kann ich übrigens sehr empfehlen! )

        Bin sehr gespannt auf Film!

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      2. Bei DREI habe ich aufgehört, obwohl ich die Bücher sehr gemocht habe…vielleicht sollte ich mal wieder anfangen. Andererseits…als Serie a la Game of Thronses (oder Haven, bzw. Under the Dome, um bei King zu bleiben) würde ich es mir anschauen…ich habe die Befürchtung, dass mich die KInofassung enttäuschen würde.

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