[Unterwegs]: auf Du und Du mit den Schmetterlingen

Im Sommer, wenn der Schnee geschmolzen ist und die Temperaturen wieder wärmer werden, dann zieht es Kerl und mich in die Berge. Und zwar zu Fuss, nicht auf Skiern, wie im Winter. Dabei machten wir folgende Tour auf das Bockmattli, die uns in das Reich der Schmetterlinge führte.

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Quelle: geo.admin

Kurz vor Oberhof zweigt der Wanderweg von der Strasse ab und führt über saftige Alpweiden steil in die Höhe in Richtung Schwarzenegg. Wir legen alleine in diesem ersten Teil schon gute 400 Höhenmeter zurück, zumeist auf Schotterstrassen oder Trampelpfaden. Wie gut sind wir früh morgens unterwegs, so liegt das Tal noch im Schatten der Berge. In der angenehmen Kühle geht der Aufstieg doch grad viel leichter, einen Eindruck von der Hitze, die sich in diesem „Kännel“ sammeln kann, werden wir noch früh genug bekommen.

Nach rechts zweigt unser Weg nun ab auf einen Grat, der uns nach einem kurzen Aufstieg mit einem herrlichen Panorama belohnt. In der Bockmattlihütte gibt es dann die erste Rast und grad richtig zum Mittag eine leckere Suppe mit Brot und Salsiz.

Nach dieser Stärkung folgt der wohl beschwerlichste Teil der Tour, der Aufstieg zum Bockmattlipass. In einem schmalen „Kännel“ gefüllt mit Geröll schlängelt sich der Weg steil und im zickzack nach oben. Langsam machen wir uns an den Aufstieg. Zum Glück gibt es in den Felswänden links und rechts immer wieder etwas zu sehen. Der Bockmattlistock ist nämlich ein beliebter Kletterhang und es macht Spass den Kletterern bei ihrem Aufstieg zu zuschauen. Willkommene Ablenkung für kleine Pausen am Wegesrand.
Mitten in der Geröllhalde tut sich auf einmal eine üppige Blumenwiese auf und unzählige Schmetterlinge flattern uns plötzlich um die Nase. Weisslinge, kleine Füchse und gar zwei Schwalbenschwänze vollführen ihre Tänze.

Auf dem Bockmattlipass selbst und dem Weg zum Gipfelkreuz erwarten uns dann dicke Nebelschwaden und eisige Windböen. So dass wir den Weg zum Gipfel kurzerhand abkürzen und umdrehen. Auf einer kleinen, windgeschützten Grasebene finden wir ein bequemes Plätzchen für unsere Rast. Und trotz dicker Kleidung beginnen wir bereits nach kurzer Zeit zu frieren, so dass wir uns schon bald an den Abstieg machen.
Und der hat es noch einmal so richtig in sich. Was wir beim Aufstieg gar nicht so wahrgenommen haben, erfahren wir nun um so stärker, gigantische Felsstufen im Weg. Wie bin ich da nur rauf gekommen? So geht der Abstieg ganz schön in die Knie und wird vor allem für mich zu einer schmerzhaften Angelegenheit. Meine Knie meckern ob der ungewohnt heftigen Belastung und jeder Schritt schmerzt.

Umso glücklicher bin ich, als ich nach einer Wegbiegung die Bockmattlihütte wieder entdecke. Pause!
Und was für eine Hitze hier unten herrscht… Aus dem Tal weht ein warmer Wind und macht uns den Abstieg über die steilen Schotterwege vom Anfang noch einmal richtig zur Qual. Wie gut, dass uns unten dann der eisig kalte Wägitalersee erwartet. Diese Abkühlung haben wir uns nun verdient!

 

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Veröffentlicht von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

12 thoughts on “[Unterwegs]: auf Du und Du mit den Schmetterlingen

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