[Quicktipp]: „Mondprinzessin“ von Ava Reed

»Es ist Nacht und doch irgendwie hell. Abertausende Sterne funkeln hinter der grossen Glasfront und ich sehe etwas, das ich nicht sehen sollte. Zumindest nicht aus dieser Perspektive. […]
Ich sehe die Erde, sehe ihre Wolken, die Kontinente und das unendliche Blau der Meere.«
(S.81)

Ich gebe es zu, Mondprinzessin ist ein reiner Coverkauf (wie war das nochmal mit „der Inhalt zählt“?). Auf Instagram habe ich schon unzählige Bilder mit dieser Mondsichel darauf geliket, bis ich mir dann vor zwei Tagen auch den Klappentext zu Gemüte führte und so richtig neugierig wurde.
Von der Story versprach ich mir ein paar müssige Stunden mit guter Unterhaltung und das ist auch genau das, was ich bekommen habe.

Im Buch geht es um Lynn, die als Waise in einem Kinderheim aufwächst und sich so mehr schlecht als recht durchs Leben boxt. An ihrem 17. Geburtstag bemerkt sie ein schmerzendes Leuchten auf ihrem Arm, das an ein Sternbild erinnert. Kurz darauf erscheinen wie aus dem Nichts zwei Männer, die ihr nach dem Leben trachten. Völlig verzweifelt läuft sie weg und endet neben stinkenden Mülltonnen in einer Sackgasse. Dort erscheint ihr Tia, ihr Schutzgeist in Gestalt eines Waschbären, der gleichzeitig mit dem leuchtenden Sternbild auf ihrem Arm erwachte. Gemeinsam kämpfen sie gegen diese zwei Männer, bis der Mondkrieger Juri erscheint und sie rettet und auf den Mond bringt. Dort erfährt Lynn, dass sie gar kein Waisenkind ist, sondern die Tochter des Königspaars und vor 17 Jahren entführt und auf der Erde ausgesetzt wurde.
Lynn’s Welt steht Kopf und zu allem Übel warten noch so ein paar Abenteuer mehr auf sie.

Zwei Dinge haben mir an diesem Buch besonders gefallen. Zum einen ist dies die Liebesgeschichte zwischen Juri und Lynn. Ich las unglaublich gerne, wie die zwei miteinander kämpften, sich neckten und wie man einfach in jeder Geste und in jedem Wort ihre Zuneigung spüren konnte. Dafür brauchte es keine grossartigen und schwulstigen Liebeserklärungen oder besonders romantische Momente. Es war einfach natürlich und richtig herzerwärmend zu lesen. Und ja, manchmal lese ich einfach gerne solche leichten herzerwärmenden Geschichten.
Und dann gefiel mir die Botschaft des Buches ungemein gut. Egal, wie andere dich sehen, ob sie dich hänseln und erniedrigen, oder dich verehren wie eine Prinzessin, du bist du und du bist wertvoll, so wie du bist, mit all deinen Ecken und Kanten, mit deinen Vorlieben und Abneigungen. Oder wie Astrid Lindgren’s Pippi Langstrumpf schon sagte: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ Ich kann mir denken, dass diese Message grad für die jungen Leserinnen sehr wichtig sein kann.
Leider erinnerten mich viele Handlungselemente an bereits bekannte Geschichten und ab und zu hatte ich auch den Eindruck, dass sich bei dem ein oder anderen Märchen bedient wurde. Brautschauen kennen wir ja schon seit Aschenbrödel und dass es Lese-TippGeburtstage mit ganz speziellen Bedeutungen gibt, wissen wir spätestens seit Harry Potter auch.
Aber ganz ehrlich, ich habe hier auch nicht ein tiefgründiges und nachdenkliches Buch erwartet, sondern eines das vor allem gute Unterhaltung und Lesegenuss bietet. Und das habe ich dank des lockeren Schreibstils und der teils witzigen Geschichte auch bekommen. Von daher, Erwartungen erfüllt!


Buchinfo:

Die Rechte am gezeigten Cover, am Klappentext und zitierten Textstellen liegen beim genannten Verlag.

Mondprinzession_Cover.png
@ Drachenmond Verlag
erschienen im Oktober 2016
im Drachenmond Verlag

erhältlich als Softcover und eBook ePub
ISBN: 978-3-95991-316-4
256 Seiten

 

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

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