[Unterwegs]: Irland – eine Reise auf dem Wild Atlantic Way #5

Eigentlich habe ich euch ja meinen Beitrag über unsere Abenteuer in Dublin versprochen, der letzten Station unserer Irlandreise. Dann habe ich aber bemerkt, dass ich euch das wunderschöne Connemara und die Slieve Bloom Mountains nicht einfach vorenthalten kann. Auch wenn in dieser Region viele unserer Ausflüge buchstäblich ins Wasser fielen.

Connemara Area

Nach dem strahlend schönen Wetter an den Cliffs of Moher war es ja irgendwie klar, dass dies nicht immer so weiter gehen konnte. Dass es uns aber gerade in der wunderschönen Connemara Area so dermassen verregnete, war nun wirklich mehr als schade. Aber das Wetter ist halt, wie es ist und so mussten wir das Beste daraus machen.

Unser erster Ausflug führte uns in den Connemara National Park und auf den Diamond Hill. Der National Park ist ziemlich touristisch und so sind auch die Wege wunderbar ausgebaut. Teilweise führen Holzstege durch das Moor. Ich empfehle dennoch gutes Schuhwerk, da das Holz bei Regen doch etwas rutschig werden kann. Kerl und ich waren auch bei weitem am Besten ausgerüstet von all den Wanderern, die uns begegneten, wir waren wohl die einzigen, die unter der ganzen Regenkluft trocken blieben…
Für den Aufstieg hatten wir noch etwas Wetterglück, es regnete nicht. Wir entdeckten gar eine Herde (oder ein Rudel?) Steinböcke. Allerdings wurde unsere Rast auf dem Gipfel bereits von den ersten Regentropfen abgekürzt und der Abstieg erfolgte dann in strömendem Regen. Und das ist keine Übertreibung. So konnten wir faszinierende Wolken und Nebel Spielereien beobachten. Und irgendwie empfanden wir das stete Trommeln der Regentropfen auf unseren Kapuzen als meditativ. Oder war das eventuell bereits der Einfluss der Kylemore Abby, die nur einen Steinwurf vom National Park entfernt liegt?

Nach unserem Regenabenteuer machten wir uns jedenfalls auf dorthin. Aufwärmen und Trocknen war der Plan. Ja, denkste! Das einzige, was wir von der Kylemore Abby sahen, war das Visitor Center und die Aussicht vom Parkplatz aus. Der Zugang zur Abby selbst war überflutet. So viel zum Regen.
Dennoch sind diese Fotos mit meine liebsten von unserer ganzen Reise. Sie haben so ein mystisches Flair.
Im Restaurant des Visitor Centers gönnten wir uns dann eine heisse Tasse Tee und Scones. Wenn schon denn schon. Und da der Tag noch jung war, beschlossen wir, noch ein wenig durch die Gegend zu kurven und dort eine Rast einzulegen, wo es uns gefällt. So entdeckten wir die Ross Errilly Friary.

Die Ruinen dieses Klosters können auf eigene Faust erkundet werden. Man darf wirklich überall gucken, anfassen, klettern… Und vor allem die Grösser der Menschen von damals erfahren. Durch einige Durchgänge musste ich beinahe kriechen und ich bin nun wirklich nicht gross. Das war wirklich interessant durch diese Gemäuer zu streifen.

Slieve Bloom Mountains

Auf unserem Weg zurück Richtung Dublin machten wir dann noch für eine Nacht halt in Birr, einem kleinen Dorf mitten auf der Insel. Und hier hatten wir auch eines der tollsten B&B’s überhaupt, das Farmhouse The Ring.

birr_bb

Cool nicht? Übernachten auf dem Bauernhof.
Und auch hier in der Gegend gibt es einiges zu entdecken. Die Klosteranlage rund um Clonmacnoise zum Beispiel mit ihren eindrücklichen Hochkreuzen und dem Flüstertor. Dieser Ort hat mich wirklich berührt, vielleicht auch, weil grad die Sonne durch eine dicke Wolkendecke brach und alles in den sattesten Farben leuchten liess. Aber irgendwie spürt man hier auch die Geschichte und die Kraft. Noch heute ist Clonmacnoise eine beliebte Pilgerstätte.

Am Tag unserer Abreise machten wir dann auch noch einen Ausflug und Spaziergang in den Slieve Bloom Mountains. Noch etwas die irische Natur geniessen ehe wir dann in das Stadtleben von Dublin eintauchten. Diese Natur ist wirklich grossartig, unglaublich farbig und wild. Grandios!

slieve_bloom_mountains

Und am Abend nach dieser wunderschönen Wanderung gelangten wir nach Dublin, dass uns mit all seiner Lebendigkeit und Lebensfreude empfing. Mehr zu unseren Abenteuern und Begegnungen in dieser tollen Stadt erfahrt ihr dann aber in einem separaten Beitrag. Und leider wird dies dann auch bereits der letzte sein.

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Veröffentlicht von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

16 thoughts on “[Unterwegs]: Irland – eine Reise auf dem Wild Atlantic Way #5

  1. Schöner Beitrag und noch schönere Bilder :). Ich bin gerade selbst in Irland unterwegs und Connemara ist auf jeden Fall eins meiner Lieblingziele hier auf der grünen Insel. Gerade den Nationalpark den du beschrieben hast liebe ich. In Irland gibt es einfach so viele verschiedene Landschaften zu bestaunen!

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