[Unterwegs]: Irland – eine Reise auf dem Wild Atlantic Way #4

So, kommen wir nun endlich zu dem Teil meines Reiseberichts, der für mich persönlich am wichtigsten ist. zu den Cliffs of Moher an der Westküste Irlands nämlich, die der eigentliche Grund sind, warum ich schon immer einmal in dieses wundervolle Land reisen wollte.

Cliffs of Moher

Wenn ihr meine Beiträge rund um meine Irlandreise etwas aufmerksam verfolgt habt, so wisst ihr auch bereits, wie meine Liebe zu der grünen Insel begann. Mit Musik nämlich. Nein, nicht mit den typisch irischen Jigs over_the_hump(obwohl ich die ebenfalls sehr gerne mag), sondern mit den Kelly Family. Vermutlich könnt ihr euch jetzt denken, in welchem Jahrzehnt ich gross geworden bin… genau, in den 90ern. 1994 kam dieses wunderbare Album heraus (ganz ehrlich, ich höre sie heut noch gerne) und ich verliebte mich so richtig in das Cover. Seht ihr, wo sie stehen? Genau, vor den Cliffs of Moher! Ich war sieben Jahre alt, als ich das erste Mal zu meinen Eltern sagte „Da möchte ich einmal hin!“ und ich musste schliesslich 27 Jahre alt werden, bis ich dann wirklich den majestätischen Anblick der Klippen geniessen konnte.

Wenn ihr die Klippen besucht, denkt bitte daran, dass ihr nicht die einzigen sein werdet und je nach dem, wo ihr euch rumtreibt, kann es auch ganz schön gefährlich werden. Also, zieht gutes, festes Schuhwerk an und haltet euch an die Sicherheitsvorschriften.
Die meisten Touristen starten ihren Besuch an den Cliffs beim Visitors Center. Das ist sicher informativ und ihr erfahrt einiges über die imposanten Klippen, aber die Menschenmassen dort, sind einfach nur abschreckend.
Wir sind darum mit dem Auto ein paar Meter weiter Richtung Liscannor gefahren und haben uns dann rechts an den Parkplatz Wegweisern orientiert. So gelangten wir auf Schotterstrassen zu einem einsam gelegenen Bauernhof, der einen Teil seines Hofplatzes als Parkplatz vermietete. Wie ich später durch einen Beitrag von Jana von LivingInX erfuhr, sparten wir dadurch nicht nur die horrenden Parkplatzgebühren beim Vistiors Center sondern auch noch den Eintrittspreis zu dem Klippen. Es wird ja heutzutage alles zu Geld gemacht…

Von dort aus führte uns ein Fussweg zu den Klippen und zum neu angelegten Cliff Walk. Für diese Tour braucht ihr wie gesagt festes Schuhwerk und ihr müsst einigermassen Trittsicher sein. Den oft führt der Weg nur wenige Meter neben den Steilwänden entlang und ist mehr ein Trampelpfad, als ein richtiger Weg.
Aber ich kann euch wirklich nur raten, diesen Weg unter die Füsse zu nehmen. Stellenweise wanderten wir alleine auf weiter Flur und nur das Tosen der Wellen und Gekreische der abertausenden Seevögel war zu hören.

Das war für mich wirklich eine spezielle und sehr berührende Erfahrung, den Klippen aus meinen Träumen so Nahe zu sein und sie auf diese Weise zu erfahren. Den Wind in den Haaren zu spüren und das Salz in der Luft zu schmecken.
Wir nutzten dieses wunderbare Gefühl und das herrschaftliche Wetter dann auch gleich noch für unsere Mittagsrast am Rande der Klippen. So verbrachten wir sicherlich mehrere Stunden auf dem Cliff Walk.

Cliffwalk_3Cliffwalk_1Cliffwalk_2

Je näher wir dem Visitors Center kamen, desto mehr nahm der Strom an Menschen dann zu. Und einige waren wirklich mit Lederschühchen und Handtäschchen unterwegs. Das mag für das Visitors Center vielleicht funktionieren, aber auf dem Klippenweg ist es wirklich nicht zu empfehlen. Auf dem Rückweg kamen wir nämlich an einer jungen Frau vorbei, die sich den Fuss böse „vertrampet“ hat und mit dem Helikopter ins nächste Spital geflogen werden musste.

Bestimmt ebenfalls wunderschön sind die Sonnenuntergänge an den Cliffs of Moher. Diesen konnten wir leider nicht geniessen, da wir am selben Tag noch ein Stück weiter in die Connemara Area fahren mussten. Für ein nächstes Mal wäre dies aber sicherlich ein Muss.

Wir waren übrigens zweimal an den Cliffs. Tags zuvor wurden wir von Sturmwinden beinahe weggeblasen und die sintflutartigen Regenfälle durchnässten uns bis auf die Knochen. Auch dies war ein richtig tolles Erlebnis, denn an solch exponierter Lage ist man den Naturgewalten noch ein gutes Stück näher. Man spürte förmlich, wie sich die Wellen an den Klippen brachen und das stete Tosen füllte unsere Ohren.
Und auch dem wechselhaften irischen Wetter machten diese zwei unterschiedlichen Erlebnisse alle Ehre. 🙂
Umso wichtiger ist darum wirklich eine geeignete Ausrüstung. Ich kann es nur noch einmal betonen.

Der nächste Stop unserer Reise war dann in Clifden in der Connemara Area, einem absolut atemberaubenden Landstrich weiter im Norden von Irland. Aber dazu dann mehr in einem nächsten Teil.

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

2 Kommentare zu „[Unterwegs]: Irland – eine Reise auf dem Wild Atlantic Way #4

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