[Leckeres]: As American as Apple Pie

Manchmal überkommt mich die Backwut ja so plötzlich, dass ich meine Ideen von null auf gleich umsetzen muss. So kann es dann auch schon mal vorkommen, dass ich noch einer passenden Kuchenform nachrenne muss. Weil schliesslich will ich ja, dass alles passt und „stilecht“ aussieht, da bin ich so eine kleine Perfektionistin.

Aber beginnen wir von vorne.

Während meinem Pikettdienst auf der Arbeit überkam mich die Backlust und so bin ich im World Wide Web auf Ideen-Suche gegangen. Und noch viel wichtiger, auch fündig geworden. Auf Tumblr hat mich ein Bild eines American Apple Pie angelacht und ich dachte mir „Das wär’s!“
Der Einkaufszettel war schnell geschrieben, aber die Kuchenform bereitete mir einiges mehr an Kopfzerbrechen. Wo bekomm ich auf die schnelle so eine schöne American Pie Form her? Zum Glück war das Haushaltsgeschäft bei mir im Dorf gut bestückt und ich konnte sogar zwischen zwei Grössen auswählen. Yes!
So machte ich mich schwer beladen auf den Heimweg von der Arbeit und freute mich wie ein kleines Kind über die leckeren Sachen in meiner Einkaufstüte.

Und so geht’s:

Als erstes brauchen wir für den Pie mal zwei Portionen Mürbeteig, eine für den Kuchenboden und eine für den Deckel.apple-pie2

200g Mehl
1 Prise Salz
80g Zucker
alles in einer Schüssel mischen

120g kalte Butter
in kleine Stücke schneiden und zum Mehl geben, alles von Hand zu einer gleichmässig krümeligen Masse verreiben. Es sollte aussehen wie geriebener Parmesan.

1 kleines, verklopftes Ei
beigeben und alles rasch zu einem weichen Teig zusammen fügen, nicht kneten! Ich habe den Klumpen dann in Klarsichtfolie eingepackt und in den Kühlschrank gestellt.

Nun beginnt das selbe Spiel in grün. Ich habe zwei Einzelportionen vom Teig hergestellt, natürlich könnt ihr auch einfach die Menge verdoppeln und einen grossen Teig herstellen.

Während der Teig im Kühlschrank ist, können wir uns grad der Füllung des Apple Pie zuwenden.

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Dafür braucht ihr, oh wunder, 6 säuerliche Äpfel. In diesem Fall ist es wirklich wichtig, dass ihr saure Äpfel nehmt, der Kuchen wird so schon genug süss. Wer mag kann auch noch eine Handvoll Rosinen oder Cranberries beigeben. Weiter benötigt ihr 100-150g braunen Zucker, 2 Esslöffel Zitronensaft, sowie 2 Esslöffel Ahornsirup und 1 Esslöffel Speisestärke.

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Die Äpfel schält ihr und schneidet sie in nicht zu kleine Stücke. Dann mischt ihr den Zitronensaft, den Ahornsirup, die Speisestärke, die Rosinen und Cranberries sowie den Zucker unter. Schaut dass die Äpfel gut überzogen sind mit Zitronensaft, so werden sie nicht braun.

Nun kommt der etwas mühsame Teil, das Auswallen des gekühlten Teigs. Meist funktioniert es besser, wenn ihr den Mürbeteig auf etwas Mehl oder zwischen einem aufgeschnittenen Plastiksack auswallt. Dennoch bleibt es eine diffizile Angelegenheit.
Der Vorteil vom Plastiksack-Trick ist tatsächlich, dass sich der Teig mit dem Plastiksack zusammen hochheben lässt und so einfach in die vorbereitete (ausgefettete) Kuchenform gestürzt werden kann.
Wenn dies gelungen ist, so kann die Füllung dazugegeben werden. Wer will, kann noch einige Butterflocken über die Äpfel verteilen, ich habe aber darauf verzichtet. Der Kuchen ist schon genug mastig.

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Nun muss noch der Deckel auf die gleiche Weise ausgewallt und über den Kuchen gestürzt werden. Mit einer Gabel könnt ihr dann kleine Löcher in den Deckel stechen, damit der Dampf entweichen kann. Am Schluss bestreicht ihr den Apple Pie mit etwas flüssiger Butter.

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Backen:

Der Ofen wird auf 225°C vorgeheizt und der Kuchen auf der mittleren Rille für ca. 10 Minuten gebacken.
Dann reduziert ihr die Temperatur und backt den Kuchen bei 180°C für 40-45 Minuten fertig.

Der Apple Pie wird direkt in der Form serviert, dazu passen Vanilleglace oder Schlagsahne hervorrragend. Allerdings schmeckt er auch ohne alles richtig lecker!

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

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