[Leckeres]: Zwetschgenwähe

Jetzt findet man sie wieder in den Geschäften und auf dem Markt, frische, süsse Zwetschgen. Da musste Kerl grad zuschlagen und stellte ein ganzes Kilogramm dieser Früchte in unseren Kühlschrank. Ich durfte mir dann überlegen, was ich leckeres daraus zaubere.

Schnell und einfach ist ja oft die Devise, wenn man berufstätig ist. So entschied ich mich für einen feinen Zwetschgenfladen oder eine Zwetschgenwähe, je nach Dialekt. Aber genug geplaudert, wollen wir mal anfangen.

Und so gehts:

Als erstes bereite ich eine Portion Mürbeteig zu. Für ein rundes Blech von ca. 26cm ∅ benötigt ihr:

200g Mehl
2 Prisen Salz
100g kalte Butter
Das Mehl und das Salz gut vermischen, die Butter zerkleinern und zugeben. Und nun das ganze sorgfältig zwischen den Fingerspitzen verreiben, bis die Masse gleichmässig fein ist. Sie sollte in etwa so aussehen wie geriebener Parmesan.

2-3 Esslöffel Zucker
evt. die Schale einer halben Zitrone
1 verklopftes Ei
evt. 1-2 Esslöffel Wasser
Alles zur geriebenen Masse dazugeben und sorgfältig, aber dennoch rasch zusammenfügen. Den fertigen Teig nun mindestens 30 Minuten zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit lässt sich hervorragend der Guss für die Wähe und deren Belag zwetschgenvorbereiten (Guckt euch die Farben dieser Früchte an, ich liebe sie!).
Das Grundrezept für den Guss ist ganz simple:
1dl Milch
1 Ei
1 EL Zucker
gut mischen und fertig.
Ich werte den Guss jedoch noch mit etwas selbst gemachtem Vanillezucker und zusätzlich 1dl Rahm auf. So ist er natürlich nicht grade etwas für die schlanke Linie, aber er wird etwas sämiger. Und mag es gerne, wenn die Früchte in genügend Guss liegen, für mich gibt es nichts schrecklicheres als trockene Wähen.
Die Zwetschgen wasche, halbiere und entsteine ich. Und so ist eigentlich schon alles parat für den nächsten Schritt.

Wenn der Kuchenteig seine 30 Minuten Ruhezeit hinter sich hat, walle ich ihn auf wenig Mehl ca. 3mm dünn aus. Manchmal ist das echt mühsam, ich habe aber noch nicht heraus gefunden, an was das liegt.
Anschliessend kommt er ins mit Backtrennpapier ausgelegte Kuchenblech. Ich hab da so meine einschlägigen Erfahrungen (Wir mussten die Wähe auch schon aus dem Blech löffeln). Den Boden mit einer Gabel einstechen und eine dünne Schicht gemahlene Haselnüsse darauf verteilen.
Nun können die vorbereiteten Zwetschgen eingeschichtet werden. Ich mach das meistens der Form des Blechs entsprechend, also rund. Aber natürlich dürft ihr das machen, wie ihr wollt.
Anschliessend den Guss darüber giessen und mit leichtem Klopfen auf den Blechrand gut verteilen. So kann die Wähe eigentlich schon in den Ofen.zwetschgenflade1

Backen:

Im vorgeheizten Ofen bei 250°C in der unteren Ofenhälfte für ca. 25-30 Minuten.

So saftig und lecker sieht die Zwetschgenwähe dann frisch aus dem Ofen aus.

Wenn es mal ultra schnell gehen muss oder soll, kann man auch gekauften Teig und tiefgefrorene Früchte verwenden. Dabei einfach beachten, dass die Früchte noch in gefrorenem Zustand verarbeitet werden, ansonsten gibt es eine riesen Sauerei.

Dann bleibt mir jetzt nur noch euch guten Appetit und viel Spass beim nachbacken zu wünschen!

zwetschgenflade2

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Veröffentlicht von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

One thought on “[Leckeres]: Zwetschgenwähe

  1. Versuch einmal den Teig zwischen zwei aufgeschnittenen Tiefkühlbeutel auszuwallen, oder zwischen zwei Backtrennpapieren, so könntest du nämlich das Papier mit dem ausgewallten Teig direkt auf`s Blech ziehen. Dann würde ich das Papier nicht so nah am Rand abschneiden, so kannst du nach dem Backen daran ziehen und den „Fladde“auf`s Gitter ziehen und nach ein paar Minuten auskühlen auf dem Gitter, das Papier hervor ziehen. Und noch eine blöde Frage, hat es einen Grund, dass du einen Mürbeteig zubereitest? Ich würde einen geriebenen Teig herstellen, ist weniger brüchig, aber vielleicht nicht so fein?? Gruss Mami

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