Unterwegs | Irland – eine Reise auf dem Wild Atlantic Way #2

Nach dem wir eine wunderbare und erlebnisreiche Zeit in Bantry und Umgebung verbracht hatten, zog es uns weiter nach Tralee. Und somit kommen wir zum zweiten Teil unserer Irlandreise:

Tralee und die Dingle Peninsula

Da die Fahrzeit für die Strecke von Bantry nach Tralee nicht allzu lange war und viele wunderschöne Ecken auf dem Weg lagen, beschlossen wir einen Umweg zu fahren und dem Ring of Kerry einen Besuch abzustatten. Diese Küstenstrasse wurde uns von allen Irlandreisenden  empfohlen, da sie Landschaftlich einmalig sein soll.
Wettertechnisch präsentierte sich die Insel in ihren Sonntagskleidern, der Himmel strahlte in blau und wetteiferte mit den knallig grünen Wiesen darum, wer jetzt das Auge mehr blendete. Und so wurden wir von einer Landschaft verzaubert die in den knalligsten Farben leuchtete. Da musste man zwischendurch einfach am Strassenrand anhalten und staunen.

Nichts desto trotz machte mir der Ring of Kerry einen äusserst touristischen Eindruck, ganze Busladungen voll wurden durch die engen Strassen gekarrt und versperrten selbige während ihren Fotostops. Aber ich kann es ihnen nicht verdenken, es ist wirklich schön da.

Noch als erwähnenswert gilt das Ballycarbery Castle. Es steht einsam und alleine inmitten von grünen Wiesen und ist beinahe komplett mit Efeu überwuchert. Es bietet einen richtig märchenhaften Anblick. Ausserdem kann man darauf herum klettern und die oberen Stockwerke erkunden (allerdings auf eigene Gefahr). Für mich ist es definitiv einen Besuch wert.

Gegen Abend kamen wir dann müde in unserem B&B Ard na Coille in Tralee an. Auch dieses war versteckt in einem Wohnquartier etwas ausserhalb des Städtchen. Navi sei Dank fanden wir es im ersten Anlauf. Das B&B ist ruhig gelegen in einem wunderschönen grossen Haus. Familienanschluss ist garantiert.
Das Städtchen Tralee selbst empfand ich nicht als ganz so charmant wie Bantry, ich kann aber nicht benennen, woran das liegt. Es ist wohl mehr so ein Gefühl meinerseits. Nichts desto Trotz schlägt für Shoppingfreunde das Herz höher, wir entdeckten bei unseren Streifzügen die ein oder andere Einkaufsstrasse und ein paar kleine, einzigartige Boutiquen.
Auch kulinarisch hat Tralee so einiges zu bieten. An jeder Strassenecke finden sich die typisch Irischen Pubs. Etwas abgelegen entdeckten wir dann ein kleines Restaurant Cassidy’s. Wir ergatterten grad noch den letzten Tisch, also unbedingt reservieren, wenn ihr dort vorbei wollt! Die Portionen waren wirklich riesig, aber sowas von lecker..!! Sehr zu empfehlen.

In Tralee und Umgebung gibt es so einige zu entdecken. Der Killarney National Park zum Beispiel. Landschaftlich soll der ja einmalig sein. Da wir nur zwei Nächte in Tralee blieben haben wir den Park leider nicht besucht, für ein nächstes Mal wäre das aber sicher auf meiner „Must-See-Liste“ drauf. Wir entschieden uns hingegen dazu, die Dingle Peninsula abzuklappern. Natürlich kamen wir an den Touristen-Magneten Slea Head und Conners Pass vorbei. Zusätzlich mühten wir uns noch auf den Mount Eagle, einen Hügel unweit des Slea Heads.

Und es war wirklich eine Mühe auf diesen Hügel zu kraxeln, der Untergrund ist äusserst sumpfig. Ich bin mehrmals eingesunken und habe dann einen Schuh voll Wasser rausgezogen. Und der Wind! Mein Gott! Wir konnten uns richtig schräg gegen den Wind lehnen. Auf dem Gipfel war er gar so stark, dass es uns beinahe den Atem nahm. Die Aussicht muss ich allerdings gestehen, war wunderschön! Dafür hat es sich echt gelohnt, aber „once and never again“!

So. So viel zu unseren Abenteuern in Tralee und auf der Dingle Peninsula. Im nächsten Teil erwartet euch dann unsere Weiterreise nach Galway und die erste Begegnung mit den Cliffs of Moher. Diesen werde ich aber bestimmt noch einen Extrateil widmen.

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