[Montagsfrage]: #3

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Wie jeden Montag findet ihr auf Svenja’s Blog Buchfresserchen eine Frage rund um das Thema Bücher und lesen. Durch einen Klick auf den Link gelangt ihr zur Frage und den regeln. Die heutige Frage hat sich Sanne von Wortgestalten ausgedacht.

Habt Ihr ein schlechtes Gewissen gegenüber Protagonisten, wenn die bspw. hungern müssen und Ihr nebenher futtert?

Diese Frage lässt sich kurz und schmerzlos beantworten: Nein. Ich denke darüber ehrlich gesagt gar nicht nach. Es ist eher so, dass ich bis zu einem gewissen Grad mitleide, mitweine oder vor lauter Spannung keinen Bissen mehr hinunter bekomme.
Aber ich zeige mich nicht solidarisch mit den Protagonisten und hungere mit ihnen. Würde man den Gedanken weiter spinnen, so müsste ich mir ja auch Schmerzen zufügen, wenn der Protagonist zum Beispiel in einer Szene zusammen geschlagen wird. Oder mich unter die Dusche stellen, weil die Hauptfigur jetzt grad am duschen ist. Und das wäre ja irgendwie … schön blöd. Irgendwo gibt es dann immer eine Grenze zwischen fiktiver Geschichte und realer Welt.

Es nimmt mich jetzt aber wirklich wunder, wie ihr das seht. In wie fern leidet ihr mit den Protagonisten mit? Wann packt euch das schlechte Gewissen?

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

5 Kommentare zu „[Montagsfrage]: #3

  1. Liebes Träumerherzchen,

    wie mich ein Buch berührt oder nicht, ob ein Protagonist hungert oder z.B. traurig ist, kommt natürlich auch immer ganz darauf an, ob es sich um eine fiktive Geschichte handelt oder nicht.

    Auch fiktive Geschichten berühren mich oder machen mich betroffen, wütend, traurig usw. und dass ist auch gut so. Aber ein schlechtes Gewissen, wenn ein Protagonist in einer erfundenen Story verhungert, habe ich definitiv nicht.

    Anders ist meine Lese-Situation natürlich, wenn ich weiß dass es sich um eine reale Geschichte handelt. Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass ich dann ein schlechtes Gewissen habe, aber ich werde dadurch angestoßen meine eigenen Handlungen im Alltag zu überdenken, um verantwortungsbewusster zu agieren. Diese Reaktion bzw. Haltung halte ich für absolut gesund und wichtig.

    Viele Grüße

    Nisnis

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Nisnis,
      herzlichen Dank für deine Überlegungen. Ich denke auch, dass es wichtig ist, dass uns Bücher zum nachdenken anregen und uns bewusster auf verschiedene Alltagssituationen blicken lassen. Aber wie du auch sagst, ein schlechtes Gewissen würde ich das auch nicht nennen.
      Herzlich
      Träumerherzchen

      Gefällt mir

  2. Hallo,
    mir geht es ähnlich. Allerdings habe ich meine Frage noch ein wenig erweitert, nämlich um die Frage, welche Wichtigkeit oder welchen Stellenwert das Essen für uns hat. Meine Antwort findest du auf vielleserin.de.
    Viele Grüße,
    Marie

    Gefällt 1 Person

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