[Unterwegs]: Irland – eine Reise auf dem Wild Atlantic Way #1

Ich weiss gar nicht, wo genau ich beginnen soll, bei meiner Liebe für Irland, der atemberaubenden Landschaft dort oder der Gastfreundschaft seiner Einwohner.

Irland ist einfach nur die grosse Liebe für mich, seit ich als 9 oder 10 Jährige das Cover vom Kelly Family Album ‹Over the Hump› in den Händen hielt. Damals formte sich zum ersten Mal die Idee in meinem Kopf, diese Klippen, dieses Grün möchte ich einmal mit eigenen Augen sehen. Und wie das so ist mit Ideen, man wird sie nicht mehr los. Allerdings dauerte es beinahe 20 Jahre, bis die Idee dann wirklich Gestalt annahm und verwirklicht wurde.

Nun also hier ein ‹kurzer› Bericht über die Reise entlang des Wild Atlantic Way von Bantry bis hoch nach Clifden und über Birr zurück nach Dublin. Der Übersicht halber werde ich den Bericht etwas nach Regionen, respektive unseren Übernachtungsorten gliedern. Beginnen wir also mit:

Bantry und Umgebung

Bantry liegt im Süd-Westen der Insel an der Bantry Bay im County Cork. Gleich am ersten Tag empfing es uns mit einem traumhaften Sonnenuntergang. Überhaupt hatten wir hier im Süden der Insel das mit abstand beste Wetter auf der ganzen Reise.
Unser B&B lag etwas versteckt, aber nach einem sehr freundlichen Telefonat mit Maggie Doyle, unserer Gastgeberin, fanden wir dann die unscheinbare Abzweigung in ein ruhiges Wohnquartier.
Ich kann euch das Atlantic Shore B&B wärmstens ans Herz legen. Maggie ist ein absoluter Schatz und das Haus einfach nur ein Juwel. Die Zimmer sind urgemütlich und so richtig irisch eingerichtet. Im Eingansbereich des Hauses erwartet einem ein kleiner Aufenthaltsbereich mit eigener Bibliothek (für mich als Bücherwurm natürlich ein Traum) und gleich daneben befindet sich das Frühstückszimmer, wo allerlei herzhafte und selbstgemachte Köstlichkeiten serviert werden.
Bantry selbst ist ein malerisches Örtchen. Berühmt ist der zentrale Wolfe Tone Square und das Bantry House, dessen italienischer Garten zum Verweilen einlädt. An der Hauptstrasse, die vom Wolfe Tone Square abgeht finden sich auch einige nette Geschäfte, vor allem allerdings Pubs, Restaurants und Imbissbuden. Am obligaten Fish & Chips kommt man nicht vorbei. Sehr zu empfehlen ist das urchige Pub ‹The Snug›, die Atmosphäre ist einmalig, das Essen sehr lecker und frisch und die Portionen riesig.

Auch in der Umgebung von Bantry lässt sich einiges entdecken. Wir haben uns den Leuchtturm am Sheeps Head sowie jenen am Mizen Head vorgenommen. Und als Zugabe erwanderten wir noch den Three Castle Head. Alle drei Heads sind sehr zu empfehlen.
Die Abzweigung zum Sheeps Head findet sich in Durrus, einer kleinen Ortschaft zwischen dem Mizen Head und dem Sheeps Head. Die Strasse führt durch einsame Landschaften und über den Hügelkamm zur Südseite der Halbinsel. Ganz an der Spitze befindet sich ein Parkplatz von wo aus ein gemütlicher und gut markierter Wanderweg vorbei an eindrücklichen Klippen zum Leuchtturm führt.

Auch für die Tour zum Mizen Head ist Durrus der Ausgangspunkt. Die Strasse ist gut ausgeschildert und führt direkt zum Visitor Center, das etwas über die Geschichte des Leuchtturms erzählt. Das Museum lohnt sich meiner Meinung nach nicht wirklich, aber möchte man die spektakuläre Aussicht vom Mizen Head und die Sicht auf die Klippen geniessen, so ist es unumgänglich. Das Museum bietet gewisse Hintergrundinformation über das Leben auf dem Leuchtturm und über den berühmtesten Leuchtturm Irlands, den Fastnet Rock.
Die Landschaft und Natur rund um den Leuchtturm sind dafür einzigartig und sehr faszinierend. Und mit etwas Glück lassen sich Robben und Delfine entdecken.

Der Three Castle Head ist nur ein Steinwurf vom Mizen Head entfernt, ganz in der Nähe der Ortschaft Crookhaven. Parkplatz befindet sich in der Nähe der Schaffarm der Ungerer Family, wo sich auch ein Café und Übernachtungsmöglichkeiten befinden. Der Wanderweg führt über Schafweiden hinauf zu einem Süsswassersee, an welchem sich die Three Castles befinden. Der Weg führt noch etwas weiter den Hügel hinauf, von wo aus man den spektakulären Ausblick rüber auf die Beara Peninsula und zurück zum Mizen Head geniessen kann.

So, das waren unsere Erlebnisse in der wunderschönen Region rund um Bantry. Weiter ging unsere Reise nach Tralee über den Ring of Kerry und zur Dingle Peninsula. Davon aber mehr im nächsten Post und Teil #2 unserer Reise entlang des Wild Atlantic Way.

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Veröffentlicht von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

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