von gestressten menschen und unschlüssigen kunden

neulich an der fleischtheke im örtlichen supermarkt, es ist der tag vor silvester, mindestens zehn menschen warten darauf bedient zu werden.

verkäufer: „wer ist als nächstes dran?“

ein kunde (ein mann) schiebt sich vor alle anderen: „ich bin dran, ich hab es pressant.“

verkäufer: „was darf es denn sein?“

der mann: „meine frau meinte von der entenbrust, aber ich finde das schweinefilet sieht so schön aus.“

verkäufer: „von was möchten sie denn jetzt lieber?“

der mann: „schatz! schatz! komm mal her.“

seine frau kommt dazu und legt zuerst das brot aus ihren armen in den einkaufswagen.

seine frau: „was ist denn?“

der mann: „was meinst du zu schweinefilet?“

seine frau: „das ist zu teuer, nimm lieber vom nierstück.“

die frau geht mit der einkaufsliste wieder weiter.

der mann: „in dem fall keine entenbrust mehr, geben sie mir vom schweinefilet.“

verkäufer: „ihre frau meinte aber, sie sollen vom nierstück nehmen.“

der mann: „ah ja, genau, vom nierstück.“

verkäufer: „wieviel darf es denn sein?“

der mann: „schatz! schatz! komm mal her.“

seine frau kommt beladen mit milchflaschen zurück und legt diese erst in aller seelenruhe in den einkaufswagen.

seine frau: „was ist denn?“

der mann: „wie viel fleisch brauchen wir?“

seine frau an den verkäufer gewandt: „wie viel rechnen sie für acht personen?

verkäufer: „was möchten sie denn zubereiten?“

die frau: „das hab ich mir gar nicht überlegt..“

die anderen wartenden kunden beginnen zu tuscheln, schütteln den kopf oder räuspern sich.

verkäufer: „möchten sie sich dann vielleicht zuerst überlegen, was sie zubereiten wollen, damit ich die anderen kunden in der zwischenzeit bedienen kann?“

der mann: „das ist ja unerhört, ich war zuerst dran, sie können mich doch nicht einfach abweisen!“

der verkäufer schaut ganz perplex, die situation ist ihm sichtlich unangenehm.

der mann: „komm schatz wir gehen zur konkurrenz, das lassen wir uns nicht bieten!“

der mann und seine frau beginnen, die artikel aus dem einkaufsvagen wieder zurück zu legen. der verkäufer wendet sich an den nächsten kunden.

verkäufer: „was darf es für sie sein?“

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Verfasst von

Ich liebe Bücher, Katzen und Menschen. Und zwar in dieser Reihenfolge. Ausserdem koche und backe ich sehr gerne und liebe es auf Entdeckungsreise zu gehen.

Ein Kommentar zu „von gestressten menschen und unschlüssigen kunden

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